Hamburg - Die britische Jugend ist in Gefahr, besonders die Mädchen. Das zumindest befürchten englische Pädagogen. Schuld sollen dabei diesmal nicht Eltern sein, die ihren Nachwuchs vernachlässigen. Oder Lehrer, die Kinder im Unterricht mehr langweilen als fördern. Nein, Schuld sind diesmal die Popstars, ganz besonders Kylie Minogue.
Der Grund: Egal wo die australische Popsängerin auftritt oder für was sie wirbt, Minogues Outfit ist immer gleich: bauch-, busen- und/oder beinfreie Kleidchen, gern auch mal durchsichtig. So räkelt sich die 35-Jährige auf der Bühne, reitet in TV-Werbung für Spitzenunterwäsche auf mechanischen Bullen oder legt sich in sexy Posen auf die Motorhaube eines Ford Ka - und prägt damit das Frauenbild.
Kim O'Neill, Vorsitzender der Lehrervereinigung, behauptet sogar, die Kinder verlören ihre Unschuld durch die aufreizenden Bilder. Kylie Minogue möge eine gute Sängerin sein, aber in vielen Videos stehe ihr Hinterteil im Vordergrund, nicht ihr Gesang, sagte der Pädagoge laut einem Bericht der BBC. Der Druck, schneller erwachsen zu werden, wachse damit. Schon heute zögen sich Zehnjährige wie reife Teenager an. Solche Bekleidung sei vielleicht geeignet für einen Nachtclub, sicherlich aber nicht, um so in die Schule zu gehen. An britischen Schulen herrscht Uniformpflicht.
Erst kürzlich war Minogue von den Lesern des britischen Magazins "Heat!" mit dem Titel des "erotischsten weiblichen Körpers im Showgeschäft" ausgezeichnet worden. Silber und Bronze gingen an Jennifer Lopez und Britney Spears. Ausschlaggebend für Kylies Sieg sei vor allem ihr Po gewesen, meldete das Magazin.
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