New York - Der Weg in den Ruin war angenehm: Hier 410.000 Dollar für eine Geburtstagsparty, dort 230.000 Dollar für die Handyrechnung, 65.000 Dollar kostete der Taxi-Service und der Unterhalt für die bengalischen Tiger in seinem Privat-Zoo noch einmal 8100 Dollar.
Diese Zahlen stammen aus Tysons Scheidungsunterlagen, die im vergangenen Jahr im Rahmen der Trennung von seiner Frau Monica veröffentlicht wurden. Den Belegen zufolge gab Tyson allein zwischen 1995 bis 1997 neun Millionen Dollar aus. Der Unterhalt für zwei Ex-Ehefrauen und jede Menge schlechter Berater brachten Tyson endgültig den finanziellen K.o. Tyson hat am Freitag bei einem US-Konkursverwaltungsgericht in Manhattan seine Bankrotterklärung eingereicht und Gläubigerschutz beantragt.
"Mr. Tyson hat die Betreuung seiner Finanzen anderen überlassen, und jetzt musste er einsehen, dass seine Schulden bei weitem seine Besitztümer übersteigen", sagt seine Anwältin Debra Grassgreen am Sonntag der "New York Post". Bereits 1998 musste "Iron Mike", so sein Spitzname im Ring, eine Villa im US-Bundesstaat Connecticut verpfänden, gelernt hat er daraus nicht.
Tyson will seine Finanzen jetzt selber in Ordnung bringen. Der ehemalige Schwergewichtschampion wird den Richtern in Manhattan ein Sanierungskonzept vorlegen.
Helfen könnte Tyson dabei sein einstiger Promoter Don King. Am 21. September treffen sich die beiden schillerndsten Figuren der Boxwelt vor Gericht. Tyson und King haben sich jeweils gegenseitig auf 100 Millionen Dollar verklagt. Streitpunkt sind Einnahmen aus den Comeback-Kämpfen, die Mike Tysons nach seiner Haftentlassung 1995 bestritt.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Panorama | Twitter | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH