Frankfurt am Main - Er sehe keinen Grund, sich für seinen Kokainkonsum und die Sex-Partys mit Prostituieren öffentlich zu rechtfertigen, sagte der Maler der "Welt am Sonntag". "Ich sehe keine Veranlassung, mein Werk zu verteidigen. Das spricht für sich. Die einzigen, die Anspruch auf eine Rechtfertigung für mein Verhalten haben, welches ich als meinen "Orientalismus" bezeichne - jene Ereignisse, aus denen ich mir meine Inspirationen ziehe - ist meine Familie. Ansonsten bin ich niemandem Rechtfertigung schuldig", sagte der 58-Jährige.
Enttäuscht zeigte sich der Maler über die Prostituierte, die ihn offenbar bei der Polizei gemeldet hatte. Dies dokumentiere "den Verfall der Sitten in allen Berufsgattungen": "Es gibt ehrenrührige Prostituierte, die einfach nicht kapiert haben, dass eine gute Hure eben auch nichts über ihre Klienten ausplaudert", sagte er.
Seine Frau Oda, so erklärte der Künstler weiter, werde zu ihm halten: "Meine Frau ist extra aus Bulgarien zurückgekommen, um mir zur Seite zu stehen - bei all dem, was ich ihr angetan habe. Und sie hat vor, an meiner Seite zu bleiben." Menschen sollten die Privatsphäre des Anderen respektieren, forderte Immendorff.
Jahrelang habe Immendorff vergeblich vor Freunden zu verheimlichen versucht, dass er Kokain in gelben Kapseln von Überraschungseiern versteckte, berichtet "Focus".
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