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17.09.2003
 

Amoklauf mit Samuraischwert

Täter wird Haftrichter vorgeführt

Nach dem Blutbad im Versandhaus Bader, bei dem ein 24-Jähriger am Dienstag eine Frau mit einem Samuraischwert getötet und drei weitere schwer verletzt hat, steht Pforzheim unter Schock. Der Amokläufer verweigert weiterhin jede Aussage.



Der Tatort: Versandhaus Bader in Pforzheim
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DPA

Der Tatort: Versandhaus Bader in Pforzheim

Pforzheim - Der Täter sei gegen 8.40 Uhr am Pförtner vorbei gegangen und mit dem Aufzug in den sechsten Stock des Verwaltungsgebäudes der Firma Bader gefahren, erklärte der Leiter der Polizeidirektion, Karl-Heinz Arnitz. Der Pförtner habe gesehen, dass der Mann ein in einer Scheide steckendes Schwert bei sich hatte. "In der Marketing-Abteilung hat er mit dem Schwert um sich geschlagen", sagte Arnitz.

Der Täter habe mit der Waffe auf den Kopf einer 27-jährigen Frau eingeschlagen, die noch am Tatort ihren Verletzungen erlag, so der Polizeidirektor. Danach ging er derart brutal auf drei weitere Frauen los, dass ein 20 Zentimeter großes Stück der Klinge abbrach. Zwei von ihnen verletzte er lebensgefährlich, der dritten trennte er fast den Oberarm ab. Die Frauen wurden mit dem Rettungshubschrauber in eine Ludwigshafener Klinik gebracht.

Die Polizei fand den 24-Jährigen blutüberströmt auf einer Toilette im sechsten Stock des Gebäudes. Er habe sich mit dem Schwert an den Unterarmen selbst verletzt und sich beim Eintreffen der Beamten leblos gestellt. Die Wunden wurden im Krankenhaus genäht.

Das Samuraischwert: Mit ihm tötete der Amokläufer eine Kollegin
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AP

Das Samuraischwert: Mit ihm tötete der Amokläufer eine Kollegin

Der Amokläufer soll am Mittwochnachmittag in Pforzheim dem Haftrichter vorgeführt werden, verweigert jedoch bislang jede Aussage. Es werde voraussichtlich Haftbefehl wegen Verdachts auf Totschlag erlassen, erklärte ein Polizeisprecher. Die Staatsanwaltschaft hat indes die Einweisung in eine psychiatrische Klinik beantragt.

Der Täter arbeitet seit zwei Jahren bei dem Versandhaus in Pforzheim. "Dass er die Frauen gekannt hat, dürfte außer Frage stehen", teilten die Ermittler am Dienstagabend mit. Schließlich seien sie Arbeitskollegen gewesen. Es wird vermutet, dass es sich entweder um eine Beziehungstat handelt oder dass der ledige Mann aus dem westlichen Enzkreis unter psychischem Stress stand.

Das Fass zum Überlaufen gebracht haben könnte möglicherweise der Verlust des Führerscheins. Am Montag war der 24-Jährige bei einer Verkehrskontrolle zunächst aufgefallen, weil er nicht angeschnallt fuhr. Danach musste er sich einem Alkoholtest unterziehen.

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