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24.10.2003
 

Ring-Affäre Spengemann

Moderator akzeptiert Geldstrafe von 40.000 Euro

Ein Schuldeingeständnis sei es nicht: Doch Carsten Spengemann hat eine Geldstrafe in Höhe von 40.000 Euro akzeptiert. Dazu hatte ihn ein Gericht wegen des Diebstahls eines Rings verurteilt.

Im Februar hatte er das Urteil des Hamburger Landgerichts noch als "Schande" bezeichnet - jetzt akzeptierte Carsten Spengemann die Geldstrafe von 40.000 Euro
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DDP

Im Februar hatte er das Urteil des Hamburger Landgerichts noch als "Schande" bezeichnet - jetzt akzeptierte Carsten Spengemann die Geldstrafe von 40.000 Euro

Hamburg - Der Moderator von "Deutschland sucht den Superstar" hat seine Berufung gegen das Urteil des Hamburger Landgerichts zurückgezogen. Das Gericht hatte Carsten Spengemann im Februar zur Zahlung einer Geldstrafe von 40.000 Euro verurteilt, weil er den Cartier-Ring einer Ex-Geliebten gestohlen haben soll.

"Das ist kein Schuldeingeständnis. Ich will nur endlich meine Ruhe haben, damit ich mich voll und ganz auf meinen Beruf konzentrieren kann", sagte Spengemann der "Bildzeitung".

In dem Prozess war es um die Anschuldigung einer 31-jährigen Frau aus Berlin gegangen, der Moderator habe ihren Ring im Wert von 1700 Euro nach einer gemeinsamen Liebesnacht unterschlagen. Die Klägerin gab an, das Schmuckstück auf Spengemanns Nachttisch vergessen zu haben. Der hatte in dem Verfahren erklärt, weder eine Affäre mit der Berlinerin gehabt, noch den Ring jemals gesehen zu haben. Auch besitze er gar keinen Nachttisch.

Nach dem Urteil vom 13. Februar hatte Spengemann noch empört reagiert. "Dieser Mann sollte besser Topfpflanzen züchten, statt Recht zu sprechen. Dieses Urteil ist eine Schande", so der Moderator damals über den zuständigen Richter. Der hatte die Aussagen Spengemanns als "insgesamt unglaubwürdig" bezeichnet.

Nach dem Urteil hatte es eine überraschende Wende in der Ring-Affäre gegeben, die aber auch nichts zu Spengemanns Glaubwürdigkeit beitrug: Der Cartier-Ring lag im Briefkasten von Spengemanns Anwalt in Ahrensburg. In einer beigefügten Mitteilung hieß es, der Ring sei im März 2001 in der Damentoilette eines ICE auf der Strecke Hamburg-Berlin gefunden worden.

Rätselhaft erschien den Ermittlern, wie der anonyme Absender auf den Namen des Rechtsanwalts gekommen war. Mitte Juni durchsuchte die Polizei deshalb das Haus der Eltern Spengemanns und stellte eine Schreibmaschine sicher. Damit sollte geklärt werden, ob darauf das anonyme Schreiben getippt worden war.

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