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27.01.2004
 

Bremen

Klingelnder Gerichtsvollzieher löste Explosion aus

Der Gerichtsvollzieher rückte am Morgen zur Zwangsräumung in einem Bremer Reihenhaus an. Als er den Klingelknopf drückte, flog das Haus in die Luft.

Bremen - Der etwa 40 Jahre alte Mieter zog sich schwere Brandwunden zu und wurde durch die Wucht der Detonation in den Vorgarten geschleudert. Er wird in einer Hamburger Spezialklinik behandelt. Sechs weitere Menschen wurden leicht verletzt - unter ihnen der Gerichtsvollzieher und zwei Möbelpacker.

Die Polizei geht von einer Gasexplosion aus. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Räumung sei der Grund dafür vermutlich eher im persönlichen als im technischen Bereich zu suchen, sagte ein Sprecher.

Die Druckwelle riss nach Angaben der Feuerwehr in dem zweigeschossigen Haus die Fenster aus den Angeln. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite zersprangen an drei Häusern die Fensterscheiben. In der betroffenen Wohnung brach ein Brand aus, den die Feuerwehr aber schnell unter Kontrolle hatte. Sie verhinderte auch ein Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude.

In dem Reihenhaus mit drei Wohnungen leben drei Männer. Die beiden anderen Bewohner waren zum Zeitpunkt der Explosion nicht zu Hause.

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