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03.02.2004
 

Entwarnung für Hamburg

Vogelgrippe-Verdacht ausgeräumt

Der Vogelgrippe-Verdacht in Hamburg ist ausgeräumt: Die Frau, die mit verdächtigen Symptomen aus Thailand zurückgekehrt war, hat sich nicht mit dem H5N1-Virus infiziert. Unterdessen hat die Vogelgrippe nach Thailand, Vietnam und China nun auch Indonesien erreicht.



Vogelgrippe-Verdacht in Hamburg: Feuerwehrleute in Schutzkleidung bringen die kranke Thailand-Touristin ins Tropeninstitut
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DDP

Vogelgrippe-Verdacht in Hamburg: Feuerwehrleute in Schutzkleidung bringen die kranke Thailand-Touristin ins Tropeninstitut

Hamburg/Jakarta - "Es handelt sich nicht um die Vogelgrippe", sagte Rolf Heckler, Leiter des Hamburger Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin am Dienstag. Die Frau habe sich mit einem menschlichen Influenza-Virus infiziert. Die Hamburgerin war mit Übelkeit, Schwindel und Fiebergefühl von einer Thailandreise zurückgekehrt.

Am gestrigen Montag hatte der Verdacht auf Vogelgrippe in Hamburg deutsche Behörden, Gesundheitsexperten und Aktienmärkte in Alarmstimmung versetzt.

In Asien breitet sich die Vogelgrippe unterdessen immer weiter aus und ist nun in Indonesien angelangt. "Der Identifizierungsprozess zeigt das Virus H5N1 in Geflügel an, bisher gibt es aber keinen Fall bei Menschen", sagte der Direktor für Tiergesundheit am Landwirtschaftsministerium, Tri Satya Putri Naipospos. Bislang sind in Asien zwölf Menschen an einer Infektion mit dem H5N1-Virus gestorben.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass Menschen sich fast ausschließlich durch Kontakt mit infiziertem Geflügel anstecken können - eine Infektion von Mensch zu Mensch gilt nach wie vor als schwierig.

Allerdings ist nach Angaben der WHO bei zwei in Vietnam an der Vogelgrippe gestorbenen Schwestern unklar, auf welchem Wege sie sich angesteckt hätten. Dass sie sich bei ihrem vor ihnen gestorbenen Bruder infizierten, der eventuell ebenfalls der Viruskrankheit erlag, sei "eine mögliche Erklärung". Es gebe aber keinen Beleg dafür.

Experten hatten für den Fall einer Vermischung des Geflügelpest-Erregers H5N1 mit menschlichen Grippeviren wahre Horrorszenarien gezeichnet: Ein solches Super-Virus könne demnach zu einer Pandemie von den Ausmaßen der Spanischen Grippe führen, die zwischen 1918 und 1920 bis zu 40 Millionen Menschen tötete.

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