Weite Teile des beliebten Badestrandes "Playa de Maspalomas" wurden im Süden Gran Canarias vom heftigen Sturm und der aufgewühlten See regelrecht weggerissen. Die Brandung spülte den Sand fort und Seewasser drang 500 Meter weit in ein Dünengebiet vor. Mehrere Strandkioske wurden aus der Verankerung gerissen.
"Es wird wenigstens zwei Jahre dauern, bis der Strand wieder so aussehen wird wie vor dem Unwetter", schrieb die Lokalzeitung "Canarias7" am Sonntag. Der Strand von Maspalomas ist eine der großen Touristenattraktionen auf Gran Canaria. 40 Urlauber mussten in Sicherheit gebracht werden, weil ihr Hotel teilweise unter Wasser stand.
Der Sturm verwüstete auf der Insel zahlreiche Gewächshäuser. Die Böen erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 90 Kilometern in der Stunde. Mancherorts auf den Kanaren fielen binnen 24 Stunden bis zu 180 Liter Regen pro Quadratmeter. Auf Teneriffa bedeckte eine 20 Zentimeter dicke Schneedecke den Pico del Teide, der mit 3718 Metern Spaniens höchster Berg ist.
Am Sonntag flauten die Unwetter auf den Kanaren und im übrigen Spanien ab. An der spanischen Mittelmeerküste waren am Vortag einige Strände mit Schnee bedeckt. Auf Mallorca ging ein Schlammregen nieder. Bei dem seltenen meteorologischen Phänomen vermischte sich Sand aus der Sahara, der durch Sturm bis zu den Balearen getragen wird, mit Regen zu einer glitschigen Brühe.
Heftige Schneefälle gab es auch im Norden Spaniens. Dort waren mehrere Pässe gesperrt oder nur mit Ketten zu befahren. Am Sonntag hoben die Behörden allerdings ihre Schnee- und Unwetterwarnungen für die meisten Regionen des Landes auf.
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