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22.02.2004
 

Kaprun-Katastrophe

"Entschädigungsfond zur Herstellung emotionalen Friedens"

Nach dem ersten Freispruch im Prozess um das Gletscherbahnunglück von Kaprun fordert der Opferanwalt Michael Witti einen internationalen Entschädigungsfonds für die überlebenden Opfer und die Angehörigen der 155 Toten.

Unglück ohne Schuldigen: Kaprun 2000
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AP

Unglück ohne Schuldigen: Kaprun 2000

Berlin -Wittis Berliner Kanzlei teilte am am Sonntag mit, dass sie alle Beteiligten zur Erörterung einer Fondslösung für Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche "zeitnah" nach Berlin einlade.

Ein Entschädigungfonds biete die Gelegenheit "zur Herstellung des emotionalen Friedens, zur Korrektur des anhaltenden Imageschadens und zur Änderung der unerträglichen Situation nach dem Strafurteil", teilte Wittis Kanzlei mit. Angesichts anstehender Verfahren vor amerikanischen Gerichten und der Zivilklagen in Österreich wäre die Fondslösung eine "Koalition der Vernünftigen".

Am vergangenen Donnerstag hatte das Landesgericht Salzburg in erster Instanz alle 16 Angeklagten freigesprochen, weil ihnen keine Schuld an der Seilbahnkatastrophe vom 11. November 2000 nachzuweisen sei. Das Berufungsverfahren soll noch in diesem Jahr stattfinden. Nach dem Freispruch haben Angehörige der 155 Opfer bereits rund 100 Zivilklagen gegen den Gletscherbahn-Betreiber eingereicht. Die Hinterbliebenen werden nach Wittis Angaben auch Schadensersatz in den USA einfordern.

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