Hamburg - Immerhin mehr als die Hälfte, nämlich gut 53 Prozent, der befragten Kinder und Jugenlichen zwischen 7 und 17 Jahren können sich vorstellen, dass es nach dem Leben auf Erden weitergeht. Befragt wurden die 1151 Jungen und Mädchen von der Zeitschrift "Eltern for family".
Viele Kinder sehen vor allem Politiker als Satansbraten schmoren. Eine 13-jährige Realschülerin ist sich sicher: "Petrus hat die Schlüssel zum Himmelreich. Viele Politiker schiebt er ab in die Hölle." Und auch bei Seitensprünge drückt Petrus kein Auge zu: "In die Hölle kommen auch die Typen rein, die auf Erden fremdgegangen sind."
Insgesamt haben viele der Jungs und Mädchen ziemlich konservative Vorstellungen vom Himmel, die von kirchlichen Vorgaben geprägt scheinen. So erschienen die himmlischen Gefilde einem zehnjährigen Mädchen im Traum als "eine Halle mit Wänden aus Gold". Durch die Halle seien die Seelen der Menschen zum Klang einer Orgel geflogen und hätten mit den Engeln gespielt.
Während die Mehrheit des bundesdeutschen Nachwuchses also bibelfest und -treu zu sein scheint, gibt es auch eine recht nihilistisch-pragmatische Minderheit: 38,5 Prozent glauben nicht an Gott und Teufel. Ein 16-jähriger Gymnasiast tut solche Vorstellungen als bloßes Drohmittel ab: "Machthungrige Leute haben den Himmel erfunden. Wer nicht daran glaubt, kommt direkt ins ewige Feuer. So einfach ist das mit der Ewigkeit."
Und sein 15-jähriger Mitschüler hat eine ziemlich plausible Erklärung, warum niemand in den Himmel kommt - schuld sei schlicht der Platzmangel. "Das wäre eine schöne Drängelei, wenn wir uns alle nach dem Tod in der Ewigkeit auf die Füße treten würden."
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