Moskau/ St. Petersburg - Jeden Tag sterben nach Angaben der Behörden ein bis zwei Häftlinge in Untersuchungshaft an Herzversagen, meldete die Nachrichtenagentur Itar-Tass am Dienstag. Von sechs Untersuchungs-Gefängnissen in und um Petersburg seien drei überfüllt. Zum Teil sind dort doppelt bis dreimal so viele Gefangene inhaftiert, wie die Anstalten aufnehmen dürften.
In der Haftanstalt "Kresty" etwa seien mehr als 10.000 Menschen inhaftiert, obwohl das Gefängnis ein Limit von 3300 Gefangenen habe, hieß es. Im Gefängnis an der Lebedew-Straße in Petersburg säßen mehr als 3800 Häftlinge ein, obwohl es eigentlich nur gut 1800 Gefangene aufnehmen dürfe. Durch die vom russischen Parlament gebilligte Amnestie kommen den Angaben zufolge in den nächsten sechs Monaten lediglich bis zu 450 Häftlinge aus den überfüllten Petersburger Gefängnissen frei.
Im Juni wurden im westlichen Teil Rußlands Rekordtemperaturen bis über 30 Grad gemessen. Die Hitze hält seit Wochen an. Auch im Juli soll es sich nach Prognosen der Meteorologen nicht wesentlich abkühlen.
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