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03.05.2004
 

Plagiat-Vorwurf

Jovovich-Werbung läuft trotz Verbots weiter

Ein umstrittener Werbespot mit Schauspielerin Milla Jovovich beschäftigt die französischen Gerichte. Regisseur Luc Besson hatte gegen ein Werbemotiv mit seiner Ex-Frau geklagt - und gewonnen. Doch zu Bessons Ärger läuft die Kampagne weiter.

SFR-Homepage mit Jovovich-Motiv
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SFR-Homepage mit Jovovich-Motiv

Paris - Besson hatte argumentiert, das Werbemotiv sei aus seinem Erfolgsfilm "Das fünfte Element" abgekupfert. Auf dem Plakat ist das Model Jovovich abgebildet, das in dem Film die Hauptrolle spielte. In der Hand trägt Jovovich ein SFR-Handy. Bekleidet ist sie mit roten Arm-Manschetten und einem weißen Top - das seien "wesentliche Elemente des Films" gewesen, argumentierte Besson gegenüber der Zeitung "Le Parisien".

Ein Pariser Gericht schloss sich Angaben Bessons zufolge dieser Ansicht an. Das Urteil gegen Mobilfunkanbieter SFR und dessen Werbeagentur Publicis sei ergangen: Die Kampagne sei einzustellen und 300.000 Euro Schadenersatz zu zahlen, erklärte der Regisseur. SFR habe jedoch Berufung eingelegt und nutze das Werbemotiv weiter. Auch auf der Internetseite der Firma ist das umstrittene Bild zu sehen.

SFR erklärte heute, man sei ausdrücklich nicht wegen Plagiats verurteilt worden, sondern wegen "Parasitentums". Das Unternehmen bestreite auch diesen Vorwurf, über den nun ein Berufungsgericht endgültig entscheiden müsse.

Besson, Jovovich (1997): Werbespot aus Kinofilm abgekupfert?
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REUTERS

Besson, Jovovich (1997): Werbespot aus Kinofilm abgekupfert?

Publicis habe ihm ein "Trinkgeld" von 10.000 Euro geboten, um die Sache außergerichtlich beizulegen, doch er habe sich gemeinsam mit der Produktionsfirma Gaumont entschlossen, vor Gericht zu gehen. Trotz der erstinstanzlichen Entscheidung zu seinen Gunsten habe SFR eine neue Fernsehkampagne gestartet. "Ich finde das abscheulich." Wenn SFR und Publicis damit durchkämen, würden sich bald weitere Werbeagenturen im Kino bedienen.

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