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27.05.2004
 

Miss Universe 2004

Immer nur lächeln

Von Jule Lutteroth

Im südamerikanischen Quito drängeln sich derzeit die Schönheiten. Auch eine Deutsche macht sich Hoffnung auf den Titel der Miss Universe. SPIEGEL ONLINE stellt die Kandidatinnen vor.

Shermine Sharivar: Strahlen für Deutschland
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Shermine Sharivar: Strahlen für Deutschland

Für Deutschlands schönste Hoffnungsträgerin wird es ernst: Shermine Sharivar, Tochter einer deutschen Mutter und eines iranischen Vaters, muss am kommenden Dienstag zeigen, was sie hat. Allerdings ist die Konkurrenz so groß wie noch nie. Insgesamt buhlen 80 Frauen um den überirdischen Schönheitstitel.

Sharivar, 21, ist noch gar nicht so lange im internationalen Beauty-Geschäft. Im Januar wurde die dunkelhaarige Aachener Politikstudentin zur Miss Deutschland gekürt. Ihre Wahl hatte sie damals indirekt Bundeskanzler Gerhard Schröder zu verdanken. Bei einem für die Kür entscheidenden Kurzinterview stach Sharivar die Konkurrenz aus. Ihre Antwort auf die Frage, welcher deutsche Politiker sie am meisten beeindruckt habe: Kanzler Schröder - wegen seiner konsequenten Haltung im Irak-Krieg. "Er hat sich gegen die Weltmacht USA gestellt und damit gegen den Krieg und für den Frieden ausgesprochen."

Ob politische Statements bei dem Wettbewerb helfen werden, der in diesem Jahr in Ecuador stattfindet, ist in der Welt der Schönen und Schönsten unwahrscheinlich. Hier zählt nicht Köpfchen, hier zählen äußere Werte.

Als im vergangenen Jahr die Kandidatin der Dominikanischen Republik nach dem Schaulaufen in Bikini und Abendkleid zum Kurzinterview auf der Bühne nach dem schönsten Geschenk befragt wurde, das sie jemals gemacht habe, zeigte sich Amelia Vega von ihrer weiblichsten Seite. Das schönste Geschenk sei gewesen, dass sie ihrer kranken Oma mal einen Brief geschrieben habe. Angesichts von so viel Gefühl in einem so schönen Körper, konnte die Jury gar nicht anders, als sich für die 18-Jährige zu entscheiden.

Kandidatinnen: Auf Dauerlächeln programmiert
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Kandidatinnen: Auf Dauerlächeln programmiert

Viel hat man von Vega nicht mehr gehört, seitdem sie am 3. Juni 2003 zur Miss Universe gewählt wurde. Nun ist ihre Amtszeit auch schon wieder vorbei. Und ihre möglichen Nachfolgerinnen stehen Schlange. Seit Mitte Mai tummeln sich die Kandidatinnen in der südamerikanischen Metropole Quito. Hunderte Bilder wurden von den Fotoagenturen bereits verschickt: Mädchen beim Sport, Mädchen beim Frisör, Mädchen beim Kleideraussuchen, Mädchen in Bikinis, Mädchen am Pool. Oder, ein echter Coup, Mädchen mit gefüllten Tellern am Buffet.

Frauen, die von dem ständigen Lächeln müde sind oder denen das ständige Gezupfe an den Kleidern und an den Haaren an den Nerven zerrt, gibt es bei diesem Wettbewerb nicht - zumindest gibt es keine Bilder davon.

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