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07.07.2004
 

Hatz in Pamplona

Dennis Rodman und die wilden Stiere

Das Stiertreiben in Pamplona ist eine blutige Tradition. Das erfuhr Ex-Basketballprofi Dennis Rodman jetzt am eigenen Leib. Bei der Hatz durch die engen Straßen zog sich der Hüne eine leichte Verletzung zu - und war begeistert.



Hatz in den Straßen von Pamplona: Besonders aggressive Kampfstiere
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AP

Hatz in den Straßen von Pamplona: Besonders aggressive Kampfstiere

Pamplona - "Es war eine tolle Erfahrung, ich fühle mich super", schwärmte der 2,03-Meter-Mann nach dem Rennen. Die kleine Schramme am Arm störte ihn nicht weiter. "Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei", sagte Rodman Fernsehberichten zufolge. Der US-Amerikaner hatte eigentlich mitgemacht, um Geld für Menschen mit Multipler Sklerose zu sammeln.

Bei diesem ersten Stiertreiben der Saison wurden heute 45 Menschen zumeist leicht verletzt. Acht Menschen mussten allerdings mit Platzwunden, Verrenkungen oder Gehirnerschütterungen in Krankenhäusern behandelt werden, teilte ein Sprecher des Roten Kreuzes mit. Unter ihnen waren drei Amerikaner, ein Franzose und ein Südafrikaner.

Dennis Rodman nach dem Rennen: "Ich fühle mich super"
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AP

Dennis Rodman nach dem Rennen: "Ich fühle mich super"

Die Hatz auf der 825 Meter langen Strecke durch die engen Gassen der Altstadt dauerte nur zweieinhalb Minuten. Das Kopfsteinpflaster war rutschig, weil es in der Nacht geregnet hatte. Mehrere Teilnehmer stürzten oder wurden von den bis zu 600 Kilogramm schweren Bullen überrannt. Bei den Tieren handelte es sich um Kampfstiere der südspanischen Züchterei "Torrestrella", die als besonders aggressiv gelten.

Bis zum 14. Juli werden jeden Morgen je sechs Stiere und sechs Leitochsen bis in die Arena gejagt. Dort werden sie abends von den Toreros getötet. Hunderte waghalsige junge Männer, die "mozos", rennen dabei vor den Tieren her. Als einziges Hilfsmittel, um sich die Bullen vom Hals zu halten, ist eine zusammengerollte Zeitung erlaubt.

Verletzter beim Stiertreiben: Wagemut auf rutschigem Pflaster
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REUTERS

Verletzter beim Stiertreiben: Wagemut auf rutschigem Pflaster

Im vergangenen Jahr starb ein 62-jähriger Spanier, 427 Teilnehmer wurden verletzt. Seit 1924 kamen 14 Läufer ums Leben. Die "Sanfermines", wie die Feierlichkeiten zu Ehren von Pamplonas Schutzpatron San Fermín heißen, waren durch Ernest Hemingways Roman "Fiesta" (1926) weltberühmt geworden. Das Spektakel geht auf einen jahrhundertealten Brauch zurück: Früher wurden Rinder von den Feldern durch die Stadt getrieben, allerdings nicht in eine Stierkampfarena, sondern in die Ställe oder zum Schlachthof.

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