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20.07.2004
 

Milzbrand-Anschläge

FBI durchsucht Bio-Labors der US-Armee

Im Zuge der Ermittlungen zu den Milzbrand-Anschlägen im Jahr 2001 hat das FBI jetzt auch Biowaffen-Labors der US-Armee unter die Lupe genommen. Offenbar hat die US-Bundespolizei einen früheren Wissenschaftler der Labors unter Verdacht.

Frederick/USA - Nach Angaben aus Ermittlerkreisen steht die Razzia mit den Milzbrand-Anschlägen Ende 2001 in Zusammenhang. Ein Sprecher von Fort Detrick, wo sich die Labors zur Verteidigung gegen Biowaffen befinden, bestätigte lediglich, dass die Forschungseinrichtung aufgrund der Untersuchung seit Freitag geschlossen sei.

Seit dem Eingang einer Serie von teilweise tödlichen Briefen mit Milzbrand-Erregern bei Kongressabgeordneten in Washington und weiteren Empfängern in Florida und New York im Herbst 2001 ist Fort Detrick schon mehrfach vom FBI besucht worden. Ein früher dort tätiger Wissenschaftler, Stephen Hatfill, wurde von der Bundespolizei als "Person von Interesse" eingestuft, was Spekulationen über eine Verwicklung des Labors in den Milzbrand-Terror auslöste.

Eine FBI-Sprecherin in Washington erklärte heute auf Anfrage lediglich, die aktuelle Untersuchung sei Teil eines laufenden Ermittlungsverfahrens. Nach Erhalt der Briefe waren 2001 fünf Menschen an Lungenmilzbrand gestorben, 17 weitere wurden krank.

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