"Gebt mir genügend Dynamit und ich blase euch das Höllenfeuer aus", sagte der furchtlose Texaner einmal, der sich weltweit durch das Eindämmen katastrophaler Großfeuer einen Namen gemacht hatte. Der Brandbekämpfer mit den feuerroten Haaren rückte am liebsten mit Sprengstoff und schweren Geräten gegen die Brände an. Als Chef der Firma "Red Adair Co." löschte er seit den fünfziger Jahren über 2000 schwierige Brände und rühmte sich damit, dass keiner seiner Mitarbeiter bei den gefährlichen Einsätzen getötet wurde.
Bei einem Einsatz in der algerischen Sahara 1962 machte Paul "Red" Adair zum ersten Mal weltweit Schlagzeilen. Dort löschte er eine seit sechs Monaten brennende Gasquelle, die als "Teufels Zigarettenanzünder" zunächst unbezähmbar schien. Adair bekämpfte 1988 auch das verheerende Großfeuer nach einer Explosion auf der Ölplattform Piper Alpha in der Nordsee, bei der 167 Arbeiter ums Leben kamen.
Im Alter von 76 Jahren war er in seinem roten Overall in Kuweit im Einsatz. Adair und seinen Leuten gelang es, 117 Ölquellen, die während des Golfkrieges in Brand gesteckt worden waren, zu löschen. Eine Umweltkatastrophe konnte dadurch vermieden werden.
"Es macht schon Angst: der Krach, das Prasseln und Schütteln", räumte Adair einmal nach einem Einsatz bei einer Explosion ein. Aber Aufgeben war nicht sein Stil. Bis ins hohe Alter setzte er die Jagd von Feuer zu Feuer fort. Erst 1994 setzte sich der raubeinige Texaner auf seiner Ranch zur Ruhe. Sein Leben war auch die Vorlage für den Streifen "Hellfighter" (Höllenkämpfer, 1968), in dem John Wayne die Titelrolle spielte.
Er habe einen Pakt mit dem Teufel geschlossen, scherzte Adair bei einem Interview in den neunziger Jahren. "Er wird mir einmal einen Platz mit einer Klimaanlage geben, damit ich dann keine Feuer mehr löschen muss."
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