Berlin - "Es scheint glimpflich ausgegangen zu sein", sagte Feuerwehrsprecher Ingo Priegnitz. Nach Angaben der Feuerwehr wird nicht mehr damit gerechnet, dass sich noch jemand in dem Tunnel unter dem Askanischen Platz befindet.
Drei Fahrgäste sind nach bisherigen Angaben bei dem Unglück verletzt worden. Sie erlitten leichte Rauchgasvergiftungen. Durch das besonnene Verhalten des Zugführers konnten 30 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Trotz lodernden Feuers und beißenden Qualms konnte der Mann eine Panik seiner Passagiere verhindern und sie zum sicheren Ausgang bringen.
An der Kreuzung Stresemannstraße und Anhalter Bahnhof war inzwischen ein Großaufgebot an Rettungskräften angerückt: 60 Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr mit 300 Feuerwehrleuten sowie 80 Polizisten. Die Straßen um den Askanischen Platz sind weiträumig abgesperrt. Bereits kurz nach dem Eintreffen der Feuerwehr konnte der Brand gelöscht werden. Die Ursache für das Feuer, das im letzten Waggon einer S-Bahn ausgebrochen war, ist noch unklar. Der Waggon brannte völlig aus.
Wann der S-Bahnverkehr der Linien S 1, S 2 und S 25 zwischen Potsdamer Platz und Yorckstraße wieder aufgenommen werden kann, steht noch nicht fest. Die Aufräumarbeiten sind noch immer im Gange. Derzeit wird versucht, durch Druckluft den dichten Rauch aus dem Tunnel zu entfernen.
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