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16.08.2004
 

Tierschützer attackieren Bush

Grausamer Angriff auf einen freundlichen Fisch

US-Präsident Bush hat sich den Zorn der Tierrechtsorganisation Peta zugezogen: Das US-Fernsehen zeigte unlängst Bilder des amerikanischen Präsidenten, auf denen er seinem Hund Barney einen lebenden Fisch zum Spielen gibt. Der Aufschrei in der Tierschutzgemeinde war programmiert.

Immer dabei und in guten Händen: Präsidentenhund Barney
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AP

Immer dabei und in guten Händen: Präsidentenhund Barney

Washington/Stuttgart - Es war die Dokumentation eines gemütlichen Angelausflugs eines der mächtigsten Männer der Welt. Für die Angelshow des "Outdoor Life Network" hatte sich George W. Bush am Freitag nach Crawford (Texas) begeben. Dann kam es zu dem Zwischenfall, der nun die Gemüter erhitzt: "Das ist ein Barney-Fisch", erklärte der prominente Angler vor laufenden Kameras. Dann nahm er den zuckenden Fang von der Angel und warf ihn seinem Hund vor die Schauze. Er finde es "immer prima, einen kleinen Fisch für Barney zu fangen. Der spielt so gern mit ihnen".

Alles andere als prima fand dies die Vorsitzende der Peta, Ingrid Newkirk, selbst eine ehemalige Anglerin. Sie schrieb einen Brief an den US-Präsidenten, in dem sie ihn aufforderte, gefangene Fische unverzüglich zu töten, anstatt sie als Hundespielzeug zu missbrauchen. Der Präsident möge seinen Umgang mit Fischen überdenken und "Freundlichkeit gegenüber den kleinsten Lebensformen walten lassen". Immerhin hätten auch Fische eine Persönlichkeit, seien "ziemlich schlau" und verfügten über ein Langzeitgedächtnis. Und schließlich sei das mit Elektrizitätsimpulsen arbeitende Suchsystem der Fische lediglich eine natürliche Variante des Equipments, welches das US-Militär in Afghanistan einsetze. Eine Fülle von Argumenten, die das Verhältnis des US-Präsidenten zum Fisch - zumindest vor der Kamera und mitten im Wahlkampf - radikal verändern dürfte.

Bush, First Dog: "Der spielt so gern"
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REUTERS

Bush, First Dog: "Der spielt so gern"

Warum sich der Präsident überhaupt als Gast der Angelshow filmen ließ, erklärte Scott Reed, ein republikanischer Politikberater, der Bob Doles Präsidentschaftskampagne 1996 leitete, gegenüber der "Seattle Post": In Wahrheit sei Bush gar nicht auf Fischfang gewesen, sondern auf Stimmenfang. Denn US-Bürger, die noch unentschlossen seien, wen sie im November ins Weiße Haus wählen werden, würden ihre Sonntage wohl eher beim Angeln verbringen als vor dem Fernseher, um Politiksendungen zu sehen. "Wie viele Menschen angeln, ist nicht bekannt. Aber es soll uns zeigen, dass er ein normaler Kerl ist, der seine freie Zeit mit denselben Dingen verbringt wie wir."

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