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25.10.2004
 

Haus explodiert

Feuerwehr kommt nicht an ihre Geräte

Ein explosionsartiges Feuer, das die Feuerwehr im schleswig-holsteinischen Welmbüttel löschen sollte, wurde ihr selbst zum Verhängnis. Weil das Gerätehaus nur 20 Meter neben dem brennenden Haus steht, wurden die Tore so sehr von der Explosion verbogen, dass die Feuerwehrleute nicht an Löschgeräte und Einsatzfahrzeuge kamen.

Heide - Es hätte so einfach sein können: Ein Brand direkt neben der Wache - schneller dürfte ein Feuer im Normalfall nicht zu löschen sein. Doch statt einfach die Schläuche bis zum Brandherd auszurollen, mussten die Einsatzkräfte tatenlos zusehen, wie das Einfamilienhaus im Kreis Dithmarschen komplett niederbrannte. Die Explosion hatte die Tore der Feuerwache verbogen und Trümmerteile vor die Ausgänge geschleudert.

Das Haus explodierte am Sonntagabend gegen 23.10 Uhr. Durch die Druckwelle flogen herausgebrochene Teile bis zu 50 Meter durch die Luft. An einem Nachbarhaus, einem ehemaligen Schulgebäude, zersplitterten sämtliche Fensterscheiben. Wehren aus der Nachbarschaft kamen den Welmsbütteler Kollegen schließlich zur Hilfe, sie hatten das Feuer nach zwei Stunden unter Kontrolle.

Die Polizei schätzt den Sachschaden auf mindestens 250.000 Euro. Verletzte gab es keine. Wie Polizeisprecher Günter Santjer gegenüber SPIEGEL ONLINE sagte, ist die Ursache des Unglücks noch nicht geklärt. Zunächst waren die Beamten davon ausgegangen, dass in dem Haus mehrere Gasflaschen explodiert seien. Dies könne inzwischen aber ausgeschlossen werden, so Santjer. Brandermittler bemühen sich nun, so schnell wie möglich die Ursache der Explosion zu klären.

Glück im Unglück hatte indes der Hausbesitzer: Er war gerade zur Jagd in Mecklenburg-Vorpommern. "Er war sehr niedergeschlagen", so der Polizist, "wirkte aber einigermaßen gefasst."

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