Braunschweig - Nach einer Operation in der Nacht besteht für das Kind zurzeit keine Lebensgefahr mehr, es ist jedoch bislang nicht vernehmungsfähig. Nach Aussage eines älteren Bruders und von Nachbarn war der Tat ein Streit zwischen dem Gymnasiasten und seinen Eltern vorausgegangen. Dabei soll es auch um schulische Leistungen gegangen sein, wie ein Polizeisprecher berichtete. Die 49-jährige Mutter und der 67-jährige Vater, ein Professor, hatten laut Zeugenaussagen davon gesprochen, den Sohn ins Internat zu schicken.
Der Bruder des mutmaßlichen Täters hatte die Leichen der Eltern und den schwer verletzten Jungen in der Wohnung gefunden und die Polizei alarmiert. Die Eltern waren bereits tot. Nach der Betreuung durch einen Notfallseelsorger und der Vernehmung durch die Polizei befindet sich der 14-Jährige inzwischen in der Obhut des Jugendamtes.
Noch in der Nacht hatten die Ermittler in der Wohnung zwei Tatwaffen, einen Colt und eine Kleinkaliberpistole, aus dem Besitz des Familienvaters sichergestellt. Der Tote war Jäger und hatte die Waffen ordnungsgemäß registrieren lassen. Nach den Spuren am Tatort stehe fest, dass der Zwölfjährige die Schüsse abgegeben habe.
Der junge Täter war den Berichten zufolge noch ansprechbar, als die Helfer eintrafen. Er habe seinem Bruder und den Ersthelfern gestanden, die Eltern erschossen zu haben, sagte der Polizeisprecher. Ein Strafverfahren hat der Junge laut Sprecher nicht zu erwarten, da er mit zwölf Jahren noch nicht strafmündig ist. Über seine weitere Erziehung müssen nun Jugendamt und Familiengericht entscheiden.
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