Mittwoch, 10. Februar 2010

Panorama



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13.11.2004
 

Tod auf dem Gleis

Castor-Gegner war bei Unfall nicht mehr angekettet

Der Atomkraft-Gegner, der von einem Castor-Zug überrollt wurde, hat kurz vor seinem Tod versucht, die Bahnschienen zu verlassen. Er hatte seine Fesseln bereits gelöst, mit denen er sich an die Gleise gekettet hatte.

Deutsche Castor-Gegner legen Kerzen für ihren tödlich verletzten französischen Gesinnungsgenossen nieder
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AP

Deutsche Castor-Gegner legen Kerzen für ihren tödlich verletzten französischen Gesinnungsgenossen nieder

Hamburg - Wie die Staatsanwaltschaft nach Informationen des SPIEGEL jetzt bestätigte, war Sébastien Briat zum Zeitpunkt des Unfalls nicht an den Bahngleisen angekettet. Nach Angaben von Atomkraftgegnern hatte sich die Gruppe von vier jungen Gleisbesetzern, zu der Briat gehörte, beim Herannahen des schnell fahrenden Castorzuges aus ihren Verschlüssen lösen können. Briat, 21, sei jedoch vom Luftwirbel des Zugs erfasst und auf das Gleis geschleudert worden. Diese Darstellung wird im Kern von der Staatsanwaltschaft bestätigt. Die offiziellen Ermittlungen zu dem Unfall, der sich in der Nähe des lothringischen Nancy ereignete, laufen noch.

Bei Protesten gegen den Castor-Atomtransport aus Frankreich nach Deutschland waren dem Umweltschützer bei Igney-Avricourt am 7. November beide Beine abgetrennt worden. Der 21-Jährige erlag seinen schweren Verletzungen noch vor Ort. Der junge Mann aus dem nahe gelegenen La Meuse hat nach Angaben der französischen Bahngesellschaft SNCF gemeinsam mit anderen Demonstranten auf den Gleisen gesessen. Der Führer der ersten Lokomotive habe die kleine Gruppe Demonstranten zu spät gesehen und die Notbremse gezogen, hieß es.

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