Dick oder dünn, schüchtern oder lüstern, natur- oder eher nikotinverbunden - Hauptsache, das Titelmädchen lässt die Hüllen fallen. Allein die gerade erschienenen ersten zwei Bände von Dian Hansons "History of Men's Magazines" enthalten eine kaum überblickbare Anzahl an Entblößungsvarianten: vom Schoßhündchen, das ins seidene Laken seiner Herrin beißt, um ihre Kurven freizulegen, bis zur Illustrierten "Broadway" von 1886, in der Frauen in "schamlosen Posen" mit Ruß eingeschwärzt waren, der sich mit Brot wegreiben ließ.
Die Mode will sie zwischen halb nackt und nackt, das schwankt und wiederholt sich: Schon mehrmals wurden Pin-ups und Playgirls vollständig entblößt, nach einer Phase der Aufgeregtheit wieder neu verhüllt.
Ursprünglich wollte Herausgeberin Hanson nur zwei Bände füllen, aber bei ihrer jahrelangen Recherche stieß sie auf so viel bislang unbekanntes Material, dass sie auf sechs Bände erhöhte. Der Blick zurück lohnt sich, weil "die Kreativität, die in die frühen Männermagazine einfloss, alles, was heute produziert wird, blass aussehen lässt".
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