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28.01.2005
 

Gefährliche Hanteln

Russischer Gewichtheber mit 37 Kilo Uran erwischt

Die russische Polizei hat in der Wolga-Region einen Mann festgenommen, der 37 Kilogramm Uran im Kofferraum seines Autos nach Kasachstan einführen wollte. Der Amateur-Bodybuilder gab an, er habe das hoch radioaktive Material anstatt seiner Hanteln im Training benutzt.

Moskau - Wie die Nachrichtenagentur Itar-Tass heute berichtete, hatte der angebliche Sportfan knapp 40 Kilogramm hoch toxisches Uran-238 bei sich, als er auf dem Weg nach Kasachstan von Zöllnern in der zentralen Wolga-Region kontrolliert wurde. "Der Behälter enthielt Uran und war in der Zollerklärung als "Sportausrüstung" aufgeführt", bestätigte ein örtlicher Zollbeamter. Der Mann habe den Metallbehälter auf einer Müllkippe gefunden und später für sein tägliches Muskeltraining benutzt, hieß es. Zurzeit versuchen Experten den genauen Herkunftsort des Urans zu ermitteln.

Uran-238 kann zur Herstellung von so genannten "schmutzigen Bomben" genutzt werden. Solche Sprengsätze setzten Radioaktivität frei, sobald sie explodieren. Für den Bau einer Atombombe ist das bei dem russischen Grenzgänger entdeckte Material jedoch nicht geeignet. Russland verfügt - nach den Vereinigten Staaten - über das weltweit zweitgrößte nukleare Waffenarsenal. In regelmäßigen Abständen wird Putins Regierung aufgefordert, die atomaren Anlagen gegen Diebstähle zu schützen und den Handel mit radioaktiven Materialien auf dem Schwarzmarkt einzudämmen.

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