Peking - Wie die "Chutian Metropolis Daily" heute berichtete, habe der Zoo in Xiantao in der Provinz Hubei nicht genug Eintrittkarten verkauft, so dass selbst die Grundversorgung der Tiere nicht mehr gewährleistet werden konnte. "Wir hatten weder die notwendige technische Ausstattung, noch Erfahrung und Mittel. Wir konnten nur da sitzen und zuschauen, wie die Tiere sterben", zitierte die Zeitung den Zoobesitzer. Als der Tierpark im Oktober 2003 eröffnet worden sei, hätten dort mehr als 500 Tiere gelebt, schrieb das Blatt. Inzwischen seien nur noch drei Löwen, ein Tiger und einige kleinere Tiere übrig.
Umweltschützer haben wiederholt die Zustände in chinesischen Zoos kritisiert. Um das gestiegene Bedürfnis der Bevölkerung nach Unterhaltung zu befriedigen, seien viele Tierparks aus dem Boden gestampft worden. Es fehle jedoch vielen Betreibern sowohl an Erfahrung als auch an den Mitteln, die Tiere entsprechend zu versorgen, hieß es. Während viele chinesische Zoos dafür kritisiert werden, dass sie ihren Raubkatzen lebende Pferde zum Fraß vorwerfen, seien die Kreaturen in Xiantao mit Hühnerknochen gefüttert worden.
Zudem stellten die rostenden Gitterstäbe ein hohes Sicherheitsrisiko dar, meldete die Zeitung. Es könnte den verhungernden Raubtieren gelingen, aus ihren Käfigen auszubrechen. "Wir wissen nicht, was wir tun sollten, wenn Löwen und Tiger entkommen", sagte der Zoobesitzer in der "Chutian Metropolis Daily".
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