Peking - Bislang sind den Fluten mindestens 80 Menschen zum Opfer gefallen. Rund 900.000 Menschen seien aus den Gefahrengebieten in Sicherheit gebracht worden, sagte Regierungssprecher Cheng Dianlong heute im staatlichen Fernsehen. Etwa 10.000 Menschen müssen aus der Luft mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln versorgt werden. Betroffen sind die Provinzen Guangxi an der Südküste und Fujian im Südosten. Vielerorts kam es zu Erdrutschen, Schlammlawinen begruben die Menschen unter sich.
In Teilen von Guangxi berichteten die Menschen von den schwersten Überschwemmungen seit 100 Jahren, in Fujian waren es die schlimmsten seit etwa 20 Jahren, sagte Cheng. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, ein Verantwortlicher des Katastrophenschutzes sei entlassen worden, weil er nicht rechtzeitig eingegriffen habe. Einzelheiten wurden nicht genannt.
Insgesamt kostete die Regenzeit, die vor drei Wochen begann, bisher 180 Menschen das Leben. In der Region regnete es seit Samstag heftig, Flüsse traten über die Ufer. Die Behörden fürchten, dass Dämme brechen könnten.
Rekordhitze im Süden Asiens
Der Süden Asiens hingegen ächzt unter einer Rekordhitze, die in den vergangenen zwei Monaten mehr als 390 Menschen das Leben gekostet hat. Die Behörden in den betroffenen Ländern Indien, Pakistan und Bangladesch hoffen nun auf das Einsetzen des Monsun-Regens, der in der kommenden Woche Erleichterung bringen sollte. In der indischen Hauptstadt Neu-Delhi kollabierten gestern mindestens sieben Menschen und starben. Weitere 16 erlagen in den nördlichen Provinzen Punjab und Haryana den Folgen der Hitze.
In Neu-Delhi, Punjab und Haryana stieg das Thermometer gestern auf 45 Grad. In einigen Orten in Nordindien wurde bereits das Wasser knapp. Hinzu kamen Stromausfälle, die die Pumpen lahm legten. Im benachbarten Pakistan stiegen die Temperaturen sogar auf 48 Grad. Innerhalb einer Woche erlagen mehr als 60 Menschen der Hitze. Die meisten erlitten einen Hitzschlag oder waren ausgetrocknet, teilten die Gesundheitsbehörden mit. In Bangladesch gab es 32 Todesopfer.
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