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06.07.2005
 

Australien

Alkoholverbot soll vor Krokodilen schützen

In zwei kleinen australischen Gemeinden gibt es künftig keine Spirituosen mehr. Der Grund: Junge Aborigines hatten immer wieder ihr Leben riskiert, weil sie für einen Drink über einen krokodilverseuchten Fluss geschwommen waren.

Australisches Salzwasser-Krokodil: Unter Lebensgefahr zur nächsten Bar
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AP

Australisches Salzwasser-Krokodil: Unter Lebensgefahr zur nächsten Bar

Canberra - Der Alkohol-Bann war auf Bitten der Ureinwohner selbst zustande gekommen. Die Stammesältesten der gerade mal 40 Einwohner zählenden Aborigines-Dörfer Perrederr und Nardirri, etwa 270 Kilometer südwestlich der Stadt Darwin, hatten bei den regionalen Behörden eine Petition eingereicht, um den Ausschank von hochprozentigen Getränken künftig zu verbieten. Dem Antrag wurde stattgegeben.

"In der jüngsten Vergangenheit sind immer wieder junge Leute über den Moyle-Fluss geschwommen, um in Nardirri zu trinken", teilte die zuständige Northern Territory Licensing Commission mit. Dabei habe es sich um junge Aborigines gehandelt, die selbst aus einer benachbarten Alkoholverbotszone stammten. Im Moyle zu schwimmen sei jedoch lebensgefährlich, weil es viele Krokodile in dem Fluss gebe.

Entgegen der weit verbreiteten Meinung sind Attacken von Krokodilen in Australien äußerst selten. In den vergangenen 20 Jahren kam etwa ein Dutzend Menschen bei Krokodilangriffen ums Leben.

Unter den 400.000 Ureinwohner des Landes sind Probleme mit Alkohol weit verbreitet. Aus diesem Grund haben die Behörden des Northerns Territory seit 1979 immer wieder Gemeinden mit dem Alkoholbann belegt. Wer im Auto oder im Boot Spirituosen in solche Zonen einführt, riskiert eine Geldstrafe von rund 1500 Dollar oder eine bis zu zweijährige Gefängnisstrafe.

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