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07.07.2005
 

Reaktionen auf London

Alarmstufe Gelb in Berlin

Die Anschläge in London haben auch unter deutschen Sicherheitsexperten erhöhte Aktivität ausgelöst. In Berlin beraten Behördenvertreter über Sofortmaßnahmen. Die Bahn reagierte ebenfalls auf den Terror in der britischen Hauptstadt.

Hamburg - Die Bahn hat die Sicherheitsvorkehrungen in einer Reaktion auf die Anschläge in London verstärkt. "Die Deutsche Bahn hat ihr Sicherheitskonzept in enger Abstimmung mit der Bundespolizei der aktuellen Situation angepasst", sagte Konzernsprecher Werner Klingberg am Donnerstag in Berlin. Nähere Angaben machte er nicht. Bei der Bahn fahren bundesweit täglich 29.000 Fernzüge, Regionalzüge und S-Bahnen, sie betreibt 5500 Bahnhöfe.

In Berlin kommen heute um 14 Uhr Vertreter der Sicherheitsbehörden zusammen, um über mögliche Vorkehrungen für die Hauptstadt zu beraten, teilte die Innenbehörde auf Anfrage mit. Polizeipräsident Glietsch sagte, ein genaues Lagebild habe er derzeit noch nicht. Konkrete Informationen zur Sicherheitslage in der Hauptstadt werde es nach den Beratungen geben.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) reagierten auf die Ereignisse in London mit einer Erhöhung der Sicherheitsstufe auf "Gelb", das ist die zweite von insgesamt drei Sicherheitsstufen. Diese Maßnahme erfolge vorsorglich, hieß es. Die BVG habe zurzeit keine Hinweise auf eine aktuelle Bedrohungslage in Berlin.

Auch in Hamburg gebe es derzeit "keine Hinweise auf eine Gefährdung", sagte ein Sprecher der Behörde für Inneres. Informationen aus London würden derzeit intern ausgewertet. Pläne für eine Reaktion auf Terroranschläge im Nahverkehrssystem gebe es jedoch in Hamburg wie auch in allen anderen Bundesländern bereits seit Jahren.

Die Hamburger Hochbahn AG, das zweitgrößte Nahverkehrsunternehmen in Deutschland, besitzt ebenfalls Pläne für den Fall, dass es Anschläge auf Bahnen und Busse geben sollte. "Aus Sicherheitsgründen können wir aber keine Details nennen", sagte Sprecherin Susanne Kostorz. Man arbeite eng mit den verantwortlichen Behörden zusammen.

In München beraten derzeit Behördenvertreter über die aktuelle Lage. Informationen würden im Laufe des Tages bekannt gegeben.

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