Hamburg - Bush hatte Medienleuten als Reaktion auf die Kritik geraten, sich "ein Flugticket zu kaufen" und das Lager zu besuchen. Der USA-Korrespondent der "Bremer Nachrichten", Peter W. Schroeder, nahm den Präsidenten beim Wort, ging ins Reisebüro und orderte einmal Guantanamo und zurück. Dort erntete er Gelächter und erhielt den Hinweis, er könne höchstens bis Florida fliegen, den Rest müsse er schwimmen.
Ein Anruf beim Verteidigungsministerium - "Ich hätte gern ein Ticket nach Guantanamo. Kann ich mit meiner Kreditkarte zahlen?" - war ebenso wenig erfolgreich: Das Pentagon sei "kein Reisebüro für Journalisten". Als sich der Korrespondent auf Bushs Einladung berief, riet ihm der Pressesprecher, sich das Ticket beim Präsidenten zu holen. Reporter Schroeder hat sich nun fest vorgenommen, Bush bei nächster Gelegenheit um Aufklärung zu bitten.
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