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29.08.2005
 

News-Ticker

Die jüngsten Meldungen aus dem Katastrophengebiet

Über New Orleans, Mississippi und Alabama ist einer der schlimmsten Hurrikane in der Geschichte der USA hinweggefegt. SPIEGEL ONLINE berichtet im News-Ticker über die neuesten Entwicklungen.

+++Zwei Menschen in Alabama getötet

+++

[23.30] Der Hurrikan "Katrina" hat im US-Staat Alabama mindestens zwei Menschen das Leben gekostet. Sie seien Verkehrsunfällen zum Opfer gefallen, die auf den Wirbelsturm zurückzuführen seien, teilten die Behörden mit. Angesichts der heftigen Überschwemmungen in Alabama und den Nachbarstaaten Louisiana und Mississippi wurde mit weiteren Todesopfern gerechnet.

+++Rund eine Million Haushalte ohne Strom+++

[23.23] Der Hurrikan "Katrina" hat die Stromversorgung in weiten Teilen der Südstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama unterbrochen. Mehr als eine Million Haushalte sind nach Angaben der Behörden ohne Strom. Am schwersten betroffen ist Louisiana, wo rund 750.000 Haushalte die erste Nacht nach dem verheerenden Wirbelsturm ohne Strom verbringen müssen. Die Reparaturarbeiten an den Stromnetzen könnten bis zu einen Monat dauern.

+++Todesopfer durch Hurrikan in Mississippi+++

[23.09] Dem Hurrikan "Katrina" ist in den USA ein weiterer Mensch zum Opfer gefallen. Eine Frau kam in der Kleinstadt Carthage im Bundesstaat Mississippi ums Leben, als ein entwurzelter Baum auf ihr Auto stürzte, berichtete ein lokaler Fernsehsender. Damit stieg die Zahl der Todesopfer durch den Wirbelsturm auf elf.

+++Bush ruft Katastrophengebiete aus+++

[21.26] Nach den schweren Verwüstungen durch den Hurrikan "Katrina" hat US-Präsident George W. Bush die Bundesstaaten Louisiana und Mississippi zu Katastrophengebieten erklärt. Damit könnten Bundeshilfen schneller ausgezahlt werden, heißt es in einer Erklärung des Weißen Hauses.

+++ Bush ruft zu Gebeten auf +++

[20.30] US-Präsident George W. Bush hat die Amerikaner aufgerufen, für die Bewohner der vom Hurrikan betroffenen Küstengebiete zu beten. "Ich will, dass die Leute dort an unserer Golfküste wissen, dass die Bundesregierung bereitsteht, ihnen zu helfen, wenn der Sturm vorüber ist", sagte Bush am Abend in Arizona. "Bis dahin wird Amerika beten, beten für die Gesundheit und die Sicherheit aller unserer Bürger."

+++ Plünderer treiben ihr Unwesen +++

[20.25] Nachdem das Schlimmste vorüber zu sein scheint, kommt es zu weiterer Unbill: Plünderer sind in den verlassenen Gegenden von New Orleans unterwegs.

+++ "Katrina" auf Stufe 2 zurückgestuft +++

[20.02] Gegen Mittag (Ortszeit) nahm "Katrina" Kurs auf den weiter östlich gelegenen Bundesstaat Alabama. Der Sturm schwächte sich landeinwärts weiter auf die Kategorie 2 ab, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami mitteilte. Die Windgeschwindigkeiten fielen auf 169 Stundenkilometer. Für die Region Mississippi-Alabama wurde eine Tornado-Warnung ausgegeben. Aus der Küstenstadt Mobile wurden bereits erste Überschwemmungen gemeldet.

+++ Die meisten Dämme halten +++

[19.08] Wie durch ein Wunder hielten die meisten Dämme zunächst, die New Orleans vor den Wassermassen des Mississippi und des Pontchartin-Sees schützen. Die Behörden gaben aber keine Entwarnung. Nur am östlichen Stadtrand schwappte das Wasser an einigen Stellen über die Dämme in die Straßen und die Regenmassen sorgten auch in anderen Stadtteilen für weite Überschwemmungen. Die Rettungskräfte fingen mehrere Notrufe von Menschen auf, die sich auf ihre Dächer gerettet hatten, weil ihre Häuser im Wasser versunken waren.

+++ "Katrina" auf Kategorie 3 zurückgestuft +++

[17.20] Der gefürchtete Wirbelsturm "Katrina" ist beim Eintreffen auf dem amerikanischen Festland auf die Kategorie 3 zurückgestuft worden. Dies teilte das US-Hurrikan-Zentrum (NHC) in Miami im US-Bundesstaat Florida mit. Die Windgeschwindigkeiten gingen von 280 auf 200 Stundenkilometer zurück, der Wirbelsturm bewegte sich in Richtung der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten Louisiana und Mississippi weiter. Ursprünglich war "Katrina" auf der Saffir-Simpson-Skala in die fünfte und oberste Kategorie eingestuft worden.

+++ Das Wasser steigt in New Orleans +++

[17.10] Nach Berichten des US-Fernsehsenders CNN versagt nach stundenlangen Regenfällen nun die Kanalisation in New Orleans. Das Regenwasser in der Innenstadt steige weiter, berichtete ein CNN-Reporter. Fernsehaufnahmen zeigten zerbrochene Fensterscheiben und umherfliegende Trümmerteile. Über die legendäre Bourbon Street im französischen Viertel peitschten nach Angaben von Augenzeugen die Orkanböen. Der Sender FoxNews berichtete, einer der Dämme in der Nähe der Altstadt, die die Stadt schützen, sei beschädigt. Wasser schwappe auf die Straßen. Nach Angaben des Senders gingen im Hotel Hyatt Regency 100 Fensterscheiben zu Bruch.

+++ Erste Todesopfer in Louisiana +++

[16.44] Wirbelsturm "Katrina" hat den ersten Menschen in Louisiana den Tod gebracht. Drei ältere Menschen starben nach Polizeiangaben bei ihrer Evakuierung von New Orleans nach Baton Rouge. Todesursache war wahrscheinlich Flüssigkeitsmangel. Das Trio hatte in einem Altenheim in New Orleans gelebt und war per Bus nach Baton Rouge evakuiert worden, wo es in einer Kirche untergebracht werden sollte. Die drei Toten gelten damit laut Polizei als so genannte "indirekte" Opfer des Wirbelsturms. Bereits beim Durchzug durch den Südosten Floridas in der Nacht zum Freitag hatte der Sturm unerwartet große Zerstörungskraft entwickelt. Sieben Menschen waren dabei ums Leben gekommen.

+++ Zwölf Prozent der US-Ölindustrie lahm gelegt +++

[16.30] Der Hurrikan "Katrina" hat nach Einschätzung der US-Bank J.P. Morgan rund zwölf Prozent der gesamten US-Ölproduktion lahm gelegt. Die Produktion im Golf von Mexiko sei um 630.000 Barrel am Tag oder rund 40 Prozent der gesamten Kapazität dieser Förderregion gesunken, teilte die Bank mit. Zudem seien mit 1,8 Millionen Barrel am Tag rund zehn Prozent der gesamten Raffinerie-Kapazität der USA betroffen. Außerdem stehe mit dem vor der Küste Louisianas gelegenem Ölhafen einer der wichtigsten US-Ölumschlagplätze seit Samstagmittag ebenso wie der Schiffverkehr auf dem Mississipi still.

+++ Katrina könnte teuerster Hurrikan werden +++

[16.15] Nach Angaben des auf Stürme spezialisierten US-Prognoseinstituts Eqecat könnte "Katrina" versicherte Schäden von bis zu 24 Milliarden Euro verursachen und damit der teuerste Hurrikan in der Geschichte der USA werden. Der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück stuft den an der Küste der USA wütenden Wirbelsturm "Katrina" als "außergewöhnlich groß" ein. Nach den jetzt bekannten Daten werde der Hurrikan lange aktiv sein, der am Morgen (Ortszeit) im US-Bundesstaat Louisiana das Land erreicht hatte, sagte ein Sprecher der Münchener Rück heute. Der Konzern gehe auch davon aus, dass der Wirbelsturm extrem große Regenmassen mit sich führen werde.

+++ Superdome verliert Teile des Dachs +++

[15.28] Der Superdome, das riesige Football-Stadion von New Orleans, ist vom nahenden Wirbelsturm beschädigt worden. Der Fernsehsender CNN meldete, der Sturm hätte an zwei Stellen das Dach auf einer Länge von etwa zwei Metern aufgerissen, Regen dringe ein, Tageslicht sei im Inneren des Gebäudes zu sehen. Die Nationalgarde bringe diejenigen Menschen im Inneren des Stadions in Sicherheit, die von dem Leck im Dach betroffen seien, meldete der Sender. Im Inneren des Gebäudes herrsche aber keine Unruhe oder Panik. Insgesamt haben sich zwischen 8000 und 10.000 Menschen in den Superdome geflüchtet.

+++ Keine Deutschen mehr im Katastrophengebiet +++

[15.20] Die wenigen deutschen Besucher von New Orleans sind dem Wirbelsturm "Katrina" offenbar ausgewichen. Es gebe keine Informationen darüber, dass sich noch Kunden deutscher Reiseunternehmen in der Stadt aufhielten, sagte der Sprecher Tobias Jüngert vom Deutschen Reisebüro- und Reiseveranstalter-Verband(DRV) heute in Berlin. Am Sonntag hatten den Angaben zufolge noch 126 von DRV-Mitgliedsfirmen betreute Touristen in der Stadt geweilt. Nach einer Umfrage bei Reiseveranstaltern berichtete Jüngert, ein Teil der Betroffenen habe sich für einen Abbruch der Reise entschieden, die anderen hätten sich zur Änderung ihrer Reiseplanung entschlossen.

+++ In New Orleans geht das Licht aus +++

[14.09] Mit der Ankunft der ersten Ausläufer des Hurrikans gehen in der weltberühmten Südstaatenmetropole New Orleans die Lichter aus. Fernsehsender zeigen Bilder vor Morgengrauen aus einer weitgehend dunklen Stadt. Die Windgeschwindigkeiten beschleunigen sich rapide, berichten Reporter aus der weitgehend ausgestorbenen Stadt. Der Wind heule durch die Straßenschluchten. 80 Prozent der 485.000 Einwohner sind gestern Richtung Norden geflüchtet.

+++ Ölpreis überspringt Rekordmarke +++

[13.47] "Katrina" hat den Ölpreis zeitweise über die historische Rekordmarke von 70 Dollar getrieben. Der Preis für ein Barrel der US-Referenzsorte Light Sweet Crude zur Auslieferung im Oktober erreichte am frühen Morgen im asiatischen Handel 70,80 Dollar. Während Hunderttausende Bewohner der Stadt New Orleans und der benachbarten Küstenregionen im US-Bundesstaat Louisiana vor dem Hurrikan fliehen, fürchten Investoren Engpässe in der US-Ölproduktion. Zahlreiche Bohrplattformen im Golf von Mexiko wurden geschlossen. An den Aktienmärkten in Europa und Asien fielen die Kurse.

+++ Deutsche sollen New Orleans verlassen +++

[13.29] Die führenden deutschen Reiseveranstalter fordern ihre in New Orleans befindlichen Touristen auf, die vom Wirbelsturm "Katrina" bedrohte Stadt am Golf von Mexiko zu verlassen. Dies teilt der Deutsche Reisebüro- und Reiseveranstalter-Verband (DRV) in Berlin mit. Nach Angaben der Organisation befanden sich gestern insgesamt 126 Gäste von DRV-Mitgliedsfirmen in New Orleans. Es handle sich durchweg um Individualreisende, die einzelne Reiseteile - Flug, Hotelübernachtungen und Mietwagen - gebucht hätten.

+++ "Katrina" erreicht die US-Küste +++

[13.12] Mit schweren Sturmböen erreicht der Hurrikan "Katrina" die US-Küste. Gegen 12 Uhr MESZ werden auf der vorgelagerten Insel Grand Isle Windgeschwindigkeiten von 183 Kilometern in der Stunde gemessen, wie US-Meteorologen meldeten. Über das rund hundert Kilometer entfernte New Orleans fegen erste Sturmausläufer mit Geschwindigkeiten von rund 140 Kilometern pro Stunde. Am frühen Nachmittag wird dort mit der vollen Wucht des Hurrikans gerechnet. Experten befürchten, dass es Tote und Verletzte sowie unvorstellbare Schäden geben wird.

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