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02.09.2005
 

News-Ticker

Die neuesten Meldungen von der Katastrophe

Über den Südosten der USA ist einer der schlimmsten Hurrikane in der Geschichte des Landes hinweggefegt. SPIEGEL ONLINE berichtet im News-Ticker über die neuesten Entwicklungen.

+++ Schröder bietet medizinische Hilfe an +++

[17.37] Deutschland bietet den USA umfangreiche Hilfe an. Bundeskanzler Gerhard Schröder sagt, es gehe vor allem um medizinische Hilfen. Darüber hinaus könne die Bundesrepublik auch Anlagen zur Wasseraufbereitung und Transportkapazitäten anbieten. Die USA hätten das deutsche Hilfsangebot im Grundsatz angenommen, aber noch nicht abgerufen.

+++ Bush im Katastrophengebiet +++

[17.18] George W. Bush trifft zu seinem ersten Besuch der Hurrikan-Katastrophengebiete in Mobile (Alabama) ein. Dort lässt er sich zunächst über die Gesamtlage informieren und verschafft sich dann persönlich per Helikopter ein Bild von der Situation in Alabama und Mississippi. Geplant ist auch ein Besuch in Biloxi (Mississippi).

+++ CNN schickt 120 Reporter +++

[16.17] Der US-Nachrichtensender CNN schickt mehr als 120 Reporter nach Louisiana. Zu ihnen gehören die internationale Chefkorrespondentin Christiane Amanpour, Afrika-Reporter Jeff Koinange und Korrespondent Nic Robertson.

+++ Schaden vier mal höher als angenommen +++

[15.51] Der durch "Katrina" angerichtete Schaden ist nach neuen Schätzungen rund viermal so groß wie bisher vermutet: Die US-Risikomanagement-Gesellschaft RMS schätzt den Schaden auf 100 Milliarden Dollar. Mindestens die Hälfte dieser Kosten geht auf die Überschwemmungen zurück. Am Montag hat RMS noch einen möglichen Schaden von 25 Milliarden Dollar angegeben.

+++ Bush: Hilfe "unzureichend" +++

[15.26] Auch US-Präsident George W. Bush kritisiert die ersten Hilfsmaßnahmen nach der Hurrikan-Katastrophe an der US-Südküste als unzureichend. Zwar gebe es viele Menschen, die hart arbeiteten, um den Opfern zu helfen, sagte Bush in Washington kurz vor dem Abflug zu einem Besuch in die Katastrophenregion. Aber "die Ergebnisse sind nicht akzeptabel", fügte Bush hinzu. +++ Gouverneurin kritisiert langsame Hilfe +++

[15.00] Die Gouverneurin von Louisiana, Kathleen Blanco, beklagt die zu langsam angelaufene Hilfe für die hunderttausenden Opfer. "Die Unterstützung kam nicht schnell genug", sagt Blanco dem US-Nachrichtensender CNN. "Wir sind alle frustriert", sagte sie. Was vor allem benötigte werde, seien Busse, um die Menschen zu evakuieren. Wenn nur einen Tag früher genügend Busse verfügbar gewesen wären, wäre es nicht zu einem derartigen Chaos gekommen.

+++ Schröder befürwortet Freigabe von Ölreserve als Hilfe für die USA +++

[14.06] Die Bundesregierung ist bereit, einen Teil der nationalen Ölreserve freizugeben, um den USA nach dem Hurrikan "Katrina" zu helfen. Es sei für Deutschland selbstverständlich, den diesbezüglichen Antrag zu unterstützen, den die USA bei der Internationalen Energie-Agentur (IEA) in Paris gestellt hätten, sagte Schröder in Berlin. Diese Entscheidung sei international abgestimmt.

+++ Bürgermeister wütend auf US-Regierung +++

[13.14] Der Bürgermeister von New Orleans, Ray Nagin, hat wegen schleppend anlaufender Hilfe des Bundes schwere Vorwürfe gegen die US-Regierung in Washington erhoben. "Die haben keinen blassen Schimmer, was da unten abgeht", sagte Nagin dem Rundfunksender WWL-AM. "Ich bin stocksauer." US-Präsident George W. Bush wollte die Katastrophenregion heute besuchen und 10,5 Milliarden Dollar (8,5 Milliarden Euro) Soforthilfe bereitstellen.

+++ Hunderttausende Kinder obdachlos +++

[12.46] Zwischen 300.000 und 400.000 Kinder sind laut Schätzungen des Uno-Kinderhilfswerkes Unicef im Süden der USA obdachlos. Von den insgesamt 1,2 Millionen Obdachlosen seien ein Viertel bis ein Drittel Kinder, sagt ein Unicef-Sprecher. Besonders hart habe der Hurrikan die Armen getroffen. Sie würden wahrscheinlich noch Monate ohne feste Bleibe sein.

+++ Hundert russische Studenten warten auf Rettung +++

[12.50] In New Orleans warten auch mehr als hundert Studenten aus Russland auf Rettung. Sie hätten auf dem Dach eines auf einem Hügel stehenden Hauses Zuflucht gefunden, teilte die Verwaltung des südrussischen Gebietes Astrachan mit.

+++ EU bietet Hilfe an +++

[12.46] Die Europäische Union (EU) hat den USA Hilfe im Kampf gegen die Verwüstungen durch den Wirbelsturm "Katrina" angeboten. "Wir sind bereit, Hilfe zu leisten", sagt eine Sprecherin der EU-Kommission. Dies sei auch der US-Bundesbehörde für Zivilschutz mitgeteilt worden. Bisher jedoch gebe es noch keine Bitte der USA um Hilfe.

+++ Ölpreis knapp unter 70 Dollar +++

[12.27] Die internationalen Ölpreise bleiben nur knapp unter der 70-Dollar-Marke. Im elektronischen Handel in New York fällt der Preis für ein Barrel der Referenzsorte Light Sweet Crude zur Auslieferung im Oktober um 17 Cent auf 69,30 Dollar.

+++ DRK-Spendenkonto füllt sich +++

[12.26] Einen Tag nach der Einrichtung eines Spendenkontos für die Hurrikan-Opfer in den USA nutzen bereits viele Hilfswillige das Angebot. Die Spenden liefen derzeit im Stundentakt ein, sagt DRK-Sprecher Christian Martin. Das Geld wird dem Amerikanischen Roten Kreuz (American Red Cross) übergeben.

+++ Explosionen in New Orleans +++

[12.10] Die überflutete Stadt New Orleans wird von schweren Explosionen erschüttert. Die Detonationen ereignen sich am Ostufer des Mississippi einige Kilometer südlich des französischen Viertels. Die Ursache ist noch unklar. Mindestens zwei Polizeiboote sind vor Ort.

+++ "Katrina" treibt auch Kaffeepreise in die Höhe +++

[11.33] "Katrina" treibt nicht nur die Spritpreise in die Höhe: Der verheerende Wirbelsturm bringt auch die Kaffeepreise zum Dampfen. Der US-Kaffeehandel liegt weitgehend darnieder, denn die vom Hurrikan verwüstete Metropole New Orleans ist der Haupteinfuhrhafen für die schwarzen Bohnen. Im Handel ziehen die Preise bereits deutlich an: Bei Kaffee-Termingeschäften für die Auslieferung im Dezember legte der Preis in den vergangenen drei Tagen um zehn Prozent auf 1,05 Dollar pro Pfund Kaffee zu.

+++ Deutsche Hilfe läuft an +++

[11.13] Bundeskanzler Gerhard Schröder hat Vorbereitungen für die geplante deutschen Hilfe für die Hurrikan-Opfer eingeleitet. "Der Kanzler kümmert sich intensiv um die Hilfe, die er angeboten hat", sagt Regierungssprecher Béla Anda auf Anfrage in Berlin. Anda verweist darauf, dass US-Präsident George W. Bush das deutsche Angebot in einer öffentlichen Erklärumg im Grundsatz angenommen habe. Nun gehe es darum, die Hilfe so zu koordinieren, "dass man Menschen, die wirklich bedürftig sind, auch erreicht".

+++ Astrodome voll +++

[10.36] Die Lage der Flüchtlinge im Südosten der USA wird immer dramatischer. Inzwischen stoße auch der Astrodome in Houston an die Grenzen seiner Kapazitäten, berichtet der US-Nachrichtensender CNN unter Berufung auf Behördensprecher. Erschöpfte Flüchtlinge aus dem gut 500 Kilometer entfernten, überfluteten New Orleans seien deshalb aus Sicherheitsgründen abgewiesen worden.

+++ Bestenfalls Pause im Zinserhöhungszyklus +++

[9.23] "Katrina" wird die US-Notenbank nach Einschätzung der Commerzbank bestenfalls zu einer Pause im Zinserhöhungszyklus veranlassen. In der Vergangenheit habe die Federal Reserve überwiegend Zinssenkungen zur Abwehr oder Milderung von Finanzkrisen eingesetzt, heißt es in einer Analyse.

+++ Lambsdorff fordert Trittins Entlassung +++

[8.39] Nach der Kritik von Jürgen Trittin an der Klimapolitik der USA fordert der FDP-Ehrenvorsitzende Otto Graf Lambsdorff die sofortige Entlassung des Bundesumweltministers. Die Äußerungen des Grünen-Politikers über eine Mitverantwortung der US-Regierung an "Katrina" seien selbstgerecht und gefühllos, so Lambsdorff laut "Bild"-Zeitung. Bundeskanzler Gerhard Schröder müsse Trittin "sofort rauschmeißen".

+++ 58 Ölplattformen losgerissen +++

[7.57] Der Hurrikan "Katrina" hat im Golf von Mexiko mindestens 58 Ölplattformen und Bohrinseln losgerissen. Das teilt das Amerikanische Erdöl-Institut (API) in Washington mit. 30 dieser Plattformen und Bohrinseln seien vermisst gemeldet, sagte API-Sprecher Tim Sampson. Das volle Ausmaß der Hurrikan-Schäden für die Ölindustrie werde wahrscheinlich erst Ende nächster Woche feststehen. So müssten die Pipelines im Katastrophengebiet umfangreichen Sicherheitstests unterzogen werden.

+++ Hannover Rück: Gewinnerwartung nicht zu halten+++

[7.40] Der weltweit viertgrößte Rückversicherer Hannover Rück erwartet wegen der "Katrina"-Schäden aus dem Hurrikan "Katrina" 2005 nur noch ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Die bisherige Erwartung eines Nettogewinns von 430 bis 470 Millionen Euro sei nicht mehr zu halten, teilt Hannover Rück mit. Stattdessen rechne der Rückversicherer mit einem Gewinn auf dem Niveau des Vorjahres von 309,1 Millionen Euro.

+++ Erste Notunterkünfte überfüllt +++

[7.24] Die ersten Notunterkünfte in Texas für die Opfer des Hurrikans sind überfüllt. Wie der US-Nachrichtensender CNN unter Berufung auf die örtliche Polizei berichtet, nimmt das Houston Astrodome in Texas nicht länger die aus den überfluteten und zerstörten Regionen evakuierten Menschen auf.

+++ Fats Domino gerettet +++

[6.40] Der legendäre Rythm & Blues-Musiker Fats Domino, 77, der zunächst im überschwemmten New Orleans vermisst wurde, hat Hurrikan "Katrina" überlebt. Das bestätigt seine Tochter nach Angaben des US-Nachrichtensenders CNN. Der Sänger sei auf einem Pressefoto vom Montagabend zu sehen, nachdem von einem Boot aus seinem Haus gerettet worden war.

+++ Gouverneurin gibt Lizenz zum Schießen +++

[5.28] In New Orleans müssen Plünderer inzwischen mit ihrer Erschießung rechnen. Die Gouverneurin von Louisiana, Kathleen Blanco, warnt, die unter ihrer Gewalt stehende Nationalgarde habe den Befehl "zum schießen und töten". Damit solle die ungezügelte Gewalt in der Stadt durch Plünderer und Randalierer nach der Katastrophe durch den Hurrikan "Katrina" eingedämmt werden.

+++ Bush verspricht Soforthilfen +++

[0.12] US-Präsident George W. Bush will Soforthilfen in Höhe von 10,5 Milliarden Dollar (8,46 Milliarden Euro) für die von "Katrina" heimgesuchten Südstaaten bereit stellen. Wie das Weiße Haus mitteilt, beantragte der Präsident diese Summe beim Kongress. Mit der Zustimmung der Parlamentarier wird für heute gerechnet.

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