Hannover - Nach dem überraschenden Treffen von Benedikt und Küng sucht auch die kirchenkritische Laienbewegung jetzt beim Vatikan um ein Gespräch mit dem Papst nach. Bereits nach der Wahl von Kardinal Joseph Ratzinger zum Kirchenoberhaupt habe "Wir sind Kirche" schriftlich um eine Einladung gebeten, teilte die Organisation heute in Hannover mit. Nun habe die Gruppe die Hoffnung, dass der Eingang des Briefes vom Vatikan bestätigt werde und "in absehbarer Zeit" ein Signal für die Bereitschaft zum Dialog mit den innerkirchlichen Reformgruppen erfolge.
Die Kirchenkritiker begrüßten das Treffen des Papstes mit Küng als "absolut notwendiges Zeichen des Ausgleichs". Papst Benedikt XVI. und Küng hatten am Samstag ein mehrstündiges Gespräch. Es war die erste Begegnung der beiden seit 1983. Der Schweizer Theologe Küng hatte nach anhaltender Kritik am Unfehlbarkeitsanspruch des Papstes 1979 die kirchliche Lehrbefugnis entzogen bekommen.
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