Bali - Mindestens 19 Menschen kamen ums Leben, Dutzende seien verletzt, berichten örtliche Medien. Eine Sprecherin des Sangalh Hospitals in Kuta sagte, es würden viele Verletzte eingeliefert. Genaue Zahlen nannte sie nicht. Der Nachrichtensender n.tv zeigte Livebilder aus einem Krankenhaus: Viele Patienten hatten tiefe Schnittwunden, Augenzeugen berichten von "furchtbaren Szenen". Nach Berichten anderer Augenzeugen lagen in den Trümmern in Kuta leblose Körper und Leichenteile.
Die Explosionen hatten sich binnen zehn Minuten gegen 20 Uhr Ortszeit am Strand von Jimbaran und im etwa 30 Kilometer entfernten Kuta ereignet. Aus Jimbaran wurden mehrere Detonationen gemeldet, mindestens eine in der Nähe des Four Seasons Hotel. Eine Explosion habe ein Café am Strand von Jimbaran erschüttert, sagte ein Polizist. In Kuta wurde ein Restaurant in einem Shoppingcenter getroffen. Das gut besuchte Restaurant, das von ausländischen Touristen und Einheimischen besucht wird, sei schwer beschädigt worden, meldet der Radiosender "El Shinta".
An der Promenade von Jimbaran sind viele Restaurants angesiedelt, die vor allem von Touristen besucht werden. Kuta ist der größte Ferienort der Insel und vor allem wegen seines Nachtlebens bei Urlaubern beliebt.
Zunächst bestätigte die Polizei die Explosionen ohne eine Erklärung zu geben. Inzwischen sprechen Behörden von Terroranschlägen. Ein indonesischer Anti-Terror-Experte sagte der Nachrichtenagentur AP, die Anschläge seien "das Werk von Terroristen".
Der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono hatte Ende August vor einem terroristischen Angriff innerhalb von zwei Monaten gewarnt. In Bali waren bei Anschlägen am 12. Oktober 2002 mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen. Damals hatten Mitglieder der islamistischen Terrorgruppe Jemaah Islamiyah zeitgleich mehrere Sprengsätze in Nachtclubs in Kuta gezündet. Unter den Opfern waren vor allem australische Touristen. Auch sechs Deutsche kamen damals ums Leben.
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