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19.10.2005
 

Wirbelsturm

"Wilma" wird zum stärksten Hurrikan aller Zeiten

Schon wieder zittern die Menschen in der Karibik vor einem tödlichen Wirbelsturm. US-Meteorologen haben den Hurrikan "Wilma" in der Nacht auf die höchste Kategorie fünf hochgestuft und rechnen damit, dass er der stärkste Hurrikan seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wird.

Infrarot-Aufnahme von "Wilma": Als "extrem gefährlich" eingestuft
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NOAA

Infrarot-Aufnahme von "Wilma": Als "extrem gefährlich" eingestuft

Miami - Hurrikan "Wilma" wird immer stärker und nimmt Kurs auf die US-Küste. Der Sturm sei zu einem "extrem gefährlichen Hurrikan der Kategorie fünf geworden", teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA in Miami mit. Die Kategorie fünf ist die höchste Stufe für Hurrikane, auch die Wirbelstürme "Rita" und "Katrina" hatten zeitweilig die Stärke fünf, waren aber schwächer, als sie auf Land trafen. Nur eine halbe Stunde zuvor hatten die Experten "Wilma" noch in Kategorie vier eingestuft, nun aber gehen Meteorologen davon aus, dass "Wilma" der stärkste Sturm sein wird, der jemals registriert wurde.

Nach Angaben eines Hurrikan-Experten vom Wetterdienst Meteomedia liegt der Luftdruck im Zentrum von "Wilma" mit 884 Hektopascal noch tiefer als bei dem bisherigen Spitzenreiter "Gilbert" aus dem Jahr 1988. Mit Spitzenböen von bis zu 340 Stundenkilometern bewegt sich "Wilma" auf Mittelamerika zu.

In Haiti löste "Wilma" Erdrutsche und Schlammlawinen aus, wobei mindestens sieben Menschen ums Leben kamen. Mehr als 5000 Menschen wurden im Osten Kubas nach Erdrutschen aus der Gefahrenzone gebracht. Der Sturm peitschte heftige Regenfälle über die Karibikküste von Honduras, wo sich Rettungskräfte darauf vorbereiteten, 10.000 Menschen in Sicherheit zu bringen.

Die Meteorologen erwarten, dass "Wilma" zunächst den Westen der Insel Kuba und die mexikanische Halbinsel Yucatan erreichen und dann über den Golf von Mexiko ziehen wird. Mexiko und Kuba gaben Hurrikan-Warnungen aus, ebenso die Behörden in Honduras und Nicaragua. Meteorologen gehen davon aus, dass "Wilma" am Wochenende auf die Südwestküste des US-Bundesstaats Florida treffen wird.

Mittelamerika leidet noch unter den Folgen des Hurrikans "Stan", der Anfang Oktober Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst hatte. Dabei kamen mehr als 800 Menschen ums Leben, die meisten von ihnen in Guatemala. Es ist bereits der zwölfte Hurrikan in der Region in diesem Jahr - noch nie seit Beginn der Messungen im Jahr 1851 hat es mehr Wirbelstürme in einer Saison gegeben.

Dabei ist die Hurrikan-Saison noch lange nicht vorbei, bis Ende November rechnen Meteorologen noch mit Wirbelstürmen. Die Liste der Hurrikan-Namen hingegen ist für dieses Jahr mit "Wilma" erschöpft, jeder weitere Sturm wird nun mit Buchstaben des griechischen Alphabets benannt. Den Anfang würde "Alpha" machen.

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