Hamburg - Melua reimte weiter: "Niemand kann je sagen, ob das wahr ist, aber ich weiß, dass ich immer bei dir bin." Die kosmische Altersangabe von zwölf Milliarden ließ Singh ("Fermats letzter Satz"), der jüngst eine Geschichte der Kosmologie ("Big Bang") veröffentlichte, nicht ruhen. Es gebe "kein Recht auf Schätzung", ließ er die Sängerin wissen. Das Alter des Universums sei ziemlich genau mit 13,7 Milliarden Jahren zu beziffern.
Grund für seine Intervention: Heutzutage werde die Rolle des Wissenschaftlers ständig entwertet durch den zunehmenden Glauben, wissenschaftliche Ergebnisse seien nur subjektive Vermutungen. Singh: "Ich schlage vor, dass Miss Melua den Vers neu schreibt."
Die amüsierte Interpretin von "schönen Melodien und sehr, sehr viel Gefühl" tat wie verlangt. In der für die BBC-Radiosendung "Today" neuaufgenommenen Versversion liegt der "Anfang des beobachtbaren Universums 13,7 Milliarden Jahre zurück, das ist ein gutes Urteil, mit wohldefinierten Fehlergrenzen, und mit dieser verfügbaren Information sage ich dir, dass ich immer bei dir bin." Die Schmusesängerin gibt indes auch künftig dem alten Reim den Vorzug vor der Neufassung: "Es war einfach zu schwierig, alle Silben unterzubringen."
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