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25.11.2005
 

Winter in Deutschland

Chaos auf den Autobahnen, Flieger bleiben am Boden

Schneefälle und Eisglätte haben in weiten Teilen Deutschlands die Straßen unbefahrbar gemacht. Autofahrer saßen zum Teil stundenlang in ihren Fahrzeugen fest. In Frankfurt und München mussten Dutzende Flüge gestrichen werden.

Berlin - Nach Polizeiangaben waren vor allem in Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen sowie im Norden Baden-Württembergs und Bayerns mehrere Autobahnen und Landstraßen nicht passierbar. Im Westerwald in Rheinland-Pfalz starb ein 18-jähriger Autofahrer, als sein Pkw bei Bad Marienberg auf vereister Fahrbahn ins Schleudern geriet und mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammenprallte.

Der Wintereinbruch verursachte Mega-Staus auf der Autobahn - hier auf der A3
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DPA

Der Wintereinbruch verursachte Mega-Staus auf der Autobahn - hier auf der A3

In Nordrhein-Westfalen ereigneten sich bis zum Morgen 167 Unfälle, davon allein 121 in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Arnsberg. Es wurden zwölf Menschen verletzt. Der Sachschaden summiert sich auf rund 500.000 Euro. Auf insgesamt 34 Autobahnstrecken bildeten sich Staus von bis zu hundert Kilometer Länge. Auf der Autobahn 45 bei Meinerzhagen gab es mehrere witterungsbedingte Unfälle. Auf der Autobahn 1 zwischen Wuppertal und Remscheid blockierten querstehende Lastwagen den Verkehr.

In vielen Städten waren die Räumfahrzeuge bereits seit den Abendstunden im Einsatz. Die Behörden rechnen mit erheblichen Staus im Berufsverkehr und rieten Autofahrern, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

Schneefälle und Glätte sorgten auch auf den Autobahnen in Nordbayern für ein Verkehrschaos. Es bildeten sich zum Teil längere Staus, viele Autofahrer saßen bei Minustemperaturen stundenlang in ihren Fahrzeugen fest. Die A3 Würzburg-Nürnberg wurde gegen 4 Uhr morgens zwischen den Anschlussstellen Kitzingen-Schwarzach und Geiselwind gesperrt, nachdem sich auf spiegelglatter Fahrbahn Lkw quergestellt hatten. Es bildete sich ein Stau von sechs Kilometer Länge. Die A70 Schweinfurt-Bamberg wurde ebenfalls wegen mehrerer querstehender Lkw zwischen den Anschlussstellen Schweinfurt-Werneck und Werneck gesperrt.

Die stärksten Schneefälle registrierte der Deutsche Wetterdienst (DWD) im Hochsauerland mit örtlich bis zu zwölf Zentimetern Neuschnee. Auf dem Feldberg im Schwarzwald erreichten Sturmböen eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Kilometern pro Stunde. Nur etwa zwei Zentimeter hoch war die Schneedecke am Morgen auf dem Brocken im Harz.

Wetterdienst warnt vor weiteren Schneefällen

Im Tagesverlauf hat der DWD erneute Unwetterwarnungen vor weiteren Schneefällen für Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg herausgegeben. Durch Schneefall und Schneeverwehungen sei besonders in den Hochlagen von Sauerland und Eifel sowie im Schwarzwald mit Störungen des Straßen- und Schienenverkehrs zu rechnen. Zudem könnten Bäume unter der Schneelast zusammenbrechen. Auch mit Behinderungen im Schienenverkehr sei zu rechnen.

Auch der Frankfurter Flughafen hat den Wintereinbruch zu spüren bekommen. Über den ganzen Tag hinweg seien 65 Flüge annulliert worden, davon jedoch 22 als Folge des Generalstreiks in Italien, erklärte eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport heute. Am Morgen hätten Maschinen enteist werden müssen, der Winterdienst sei im Einsatz gewesen. Am Flughafen München fielen nach heftigen Schneefällen bis zum Vormittag insgesamt 50 Starts und Landungen aus. Bei 20 Flügen kam es zu Verspätungen von 30 Minuten oder mehr.

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