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09.12.2005
 

Friedhof zu klein

"Sterbeverbot" in brasilianischem Dorf

Bürokratie auf brasilianisch: Weil es auf dem Gemeindefriedhof von Biritiba Mirim keinen Platz mehr gibt, hat der Bürgermeister des Dorfes bis auf weiteres ein "Sterbeverbot" erlassen. Nur so könne der Notstand behoben werden.

São Paulo - Der Stellvertreter des Bürgermeisters, André José Barros, teilte gestern mit, der Gemeinderat werde in Kürze über eine entsprechende Verordnung beraten.

Bürgermeister Roberto Pereira da Silva räumte gegenüber dem Gemeinderat ein, dass sein Vorstoß möglicherweise "absurd" wirke. "Noch absurder" sei allerdings der Erlass 335/03 des Nationalen Umweltrats, der den Bau eines neuen Friedhofs in Biritiba Mirim untersagt.

Pereira da Silva bezeichnete die Lage als "katastrophal". Versuche, daran etwas zu ändern, etwa durch die Anlage von neuen Gräbern auf den Gehwegen oder auf angrenzenden Parzellen, hätten sich als vergeblich erwiesen. Es gebe einfach keinen Platz für neue Tote. Wie die Zuwiderhandlung gegen das Sterbeverbot geahndet werden soll, ließ der Bürgermeister offen.

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