Düsseldorf - Die Gruppe bildete sich im April 1992. Ihr Ziel: die terroristische Tradition der Rote Armee Fraktion (RAF) fortzusetzen. Die RAF hatte kurz zuvor erklärt, künftig auf Gewalt gegen Menschen zu verzichten. Die Absicht beider terroristischer Vereinigungen war der Kampf gegen das politische System in Deutschland.
Die AIZ-Mitglieder, auch "Feierabend-Terroristen" genannt, wollten "dort militant/bewaffnet eingreifen, wo die BRD-Eliten ihre Arbeitsplätze bzw. ihre Wohnsitze haben". Zwischen 1992 und 1995 verübte die AIZ insgesamt neun Anschläge, unter anderem auf Geschäftsstellen von CDU und FDP sowie Wohnhäuser von CDU- Abgeordneten.
Der Gruppe könnten 20 bis 50 Leute angehören, mutmaßten damals Verfassungsschützer. Doch der erste Fahndungserfolg, die Festnahme der Physikstudenten Bernhard Falk und Michael Steinau im Februar 1996 in Schleswig-Holstein, war allem Anschein nach auch schon der entscheidende. Die "Struktur" der AIZ galt seither als weitgehend zerschlagen. Seit dem letzten Anschlag auf den Sitz des peruanischen Honorarkonsulats in Düsseldorf im Dezember 1995 hat es keine weiteren nachweisbaren AIZ-Aktionen gegeben.
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