Tokio - "Gohan" heißt im Japanischen so viel wie "Reis" oder auch nur "Mahlzeit". Kein Zufall, dass Tierpfleger des Mutsugoro-Okoku-Zoos einen Hamster so genannt haben. Denn das kleine Fellknäuel war lediglich als Futter für Aochan gedacht, eine 1,20 Meter lange Bewohnerin des Reptilienhauses. Die zwei Jahre alte Rattenschlange bekam Gohan im Oktober als besondere Leckerei aufgetischt, nachdem sie gefrorene Mäuse verschmäht hatte.
Ernährungstechnisch schlug das Experiment zwar völlig fehl, aber es war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Und eine neue Attraktion für den Zoo. Seither leben Gohan und Aochan wie ein Herz und eine Seele in ihrem Terrarium zusammen. "So was habe ich noch nie gesehen", sagt Tierpfleger Kazuya Yamamoto. "Manchmal klettert Gohan sogar auf Aochans Rücken, um dort ein Nickerchen zu machen."
Die Schlange musste aber wegen ihres ungewöhnlichen Verhältnisses zum Nagegetier nicht verhungern. Inzwischen hat sie sich an die Verköstigung mit gefrorenen Nagern gewöhnt.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Panorama | Twitter | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH