Kampala - Die Kirche liegt in einem Elendsviertel der ugandischen Hauptstadt Kampala, indem es keine Stromversorgung gibt. Augenzeugen berichteten, Slumbewohner hätten zunächst Plastikstühle angezündet, damit die Helfer im Feuerschein die Trümmer der Kirche durchsuchen konnten. Nachdem alle Stühle verbrannt worden seien, hätte es nicht mehr genug Licht gegeben und die Polizei hätte dich Suchaktion abgebrochen.
Bisher haben Helfer 27 Tote aus den Trümmern geborgen. 86 weitere Personen wurden nach Angaben eines Polizeisprechers verletzt in Krankenhäuser eingeliefert. Wie viele Menschen sich in der Kirche aufhielten ist nicht bekannt. Augenzeugen sagten aber, in dem Gotteshaus seien viele Menschen gewesen, weil dort ein Seminar abgehalten wurde.
Über die Ursachen des Einsturzes herrschte zunächst Unklarheit. Gesundheitsminister Mike Mukula sagte, ein schwerer Sturm habe das Dach der Kirche zum Einsturz gebracht. Die Nachrichtenagentur AP meldete, dass sich die protestantische Kirche noch im Bau befunden habe. Die Gemeindemitglieder hätten innerhalb des noch nicht vollendeten Gebäudes eine Baracke aus Holz und Blech errichtet, in der sie sich zum Gottesdienst trafen. Bei starkem Wind und heftigen Regenfällen sei zunächst die Kirchenmauer eingestürzt. Die Suche nach Überlebenden soll am Donnerstagmorgen fortgesetzt werden.
agö/Reuters/ap/afp
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