London - Auf einer Konferenz über Schwule und Lesben am Arbeitsplatz in London sagte Admiral Adrian Jones der "Sun" zufolge: "Ich glaube, es gibt da eine Generation in der königlichen Marine, die unwillig ist, bestimmte Veränderungen anzunehmen." Er wolle mit Rollenspielseminaren diejenigen in seinen Reihen erreichen, deren Verhalten dringend auf den Stand des 21. Jahrhunderts gebracht werden müsse.
In den Kursen gehe es darum, selbst einen Homosexuellen zu spielen. "Das Training wird ständig überwacht, um sicherzustellen, dass die Botschaft auch wirklich bei jedem ankommt", zitiert die "Sun" den Hubschrauberpiloten weiter.
Die Navy habe einen langen Weg hinter sich, bis sie sich im Jahre 2000 endlich dazu durchgerungen habe, Schwule und Lesben einzustellen. Davor seien viele hochqualifizierte Briten von einer Karriere ausgeschlossen worden. Die Zeiten des "nichts sehen und nichts hören" seien nun vorbei. Die Navy sehe sich als eine Institution, in der sich Schwule und Lesben frei fühlen und outen können, wenn sie wollen. "Ohne sich belästigt zu fühlen."
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte legte im Jahr 2000 fest, dass auch Schwule und Lesben der königliche Marine dienen dürfen. Anfang dieses Jahres berichtete die "Sun" von den ersten Hochzeiten unter schwulen und lesbischen Pärchen in der Royal Navy.
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