Tokio - Die zweistöckige Hochgeschwindigkeitsfähre kollidierte gestern Abend (Ortszeit) vor der Südspitze der Insel Kyushu mit einem unbekannten Objekt. Kapitän Kyoichi Akase vermutet, dass ein Wal gegen das Heck geprallt sei.
Das Boot war mit einer Geschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde unterwegs. Der Zusammenprall war derart kraftvoll, dass die 281 Tonnen schwere Fähre manövrierunfähig wurde und abgeschleppt werden musste. Insgesamt wurden 93 Menschen verletzt, ein Dutzend von ihnen schwer. 36 Personen mussten in Krankenhäuser gebracht werden, wie die Küstenwache heute mitteilte.
Drei Patrouillenboote sowie ein Helikopter seien ausgesandt worden, um die näheren Umstände des Unglücks zu ermitteln. Das Boot sei beschädigt worden, es drohe aber nicht zu sinken. Die Fähre habe Angaben der Küstenwache zufolge zum Zeitpunkt der Kollision spezielle Störfrequenzen ausgesendet, die Wale nicht mögen und auf Distanz halten sollen.
In diesem Jahr kam es vor Japan bereits zu fünf Unfällen zwischen Hochgeschwindigkeits-Fähren und Meerestieren. Bei einem Vorfall im vergangenen Monat wurden zehn Passagiere leicht verletzt.
hen/AFP/AP/dpa
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