Hamburg - Der höchste WM-Organisator will, dass seine beiden unehelichen Kinder endlich seinen Nachnamen tragen. "Darum werden Heidi und ich auch nach der Fußballweltmeisterschaft heiraten", sagte Beckenbauer, 60, der "Bild"-Zeitung. Sein Sohn Joel werde dann, noch bevor er zur Schule kommt, Beckenbauer heißen. "Das ist mir sehr, sehr wichtig", sagte er. Der Präsident des WM- Organisationskomitees war schon zweimal verheiratet. Er hatte bereits drei Söhne, als er seine Beziehung mit Heidrun Burmester begann. Das Paar hat neben Joel eine kleine Tochter.
Joel ist für den Fußball- "Kaiser" auch eine ganz praktische Hilfe: Beckenbauer weiß nach eigenen Angaben weder, wie Computer aussehen, noch, wie sie eingeschaltet werden. "Mein Junge macht mir da was vor. Ich muss das jetzt endlich lernen, ist ja peinlich."
Für ihn seien alle seine fünf Kinder ein Geschenk. Die ersten drei seien in jungen Jahren gekommen, und er habe sie gar nicht richtig aufwachsen sehen. Früher habe er Kinder als Aufgabe der Frau angesehen. Heute gebe er zu, dass er seine Vaterpflichten vernachlässigt habe. "Jetzt habe ich noch einmal zwei Kinder geschenkt bekommen. Wenn ich die auch noch vernachlässige, dann habe ich wirklich alles verkehrt gemacht", sagte Beckenbauer.
Die geplante Hochzeit mit Burmester wird voraussichtlich nur in kleinem Kreis stattfinden. Es solle ein Tag nur für das Paar und "ohne großes Brimborium" werden, sagte Burmester der Zeitung. "Wenn wir alle einladen würden, die Franz kennt und schätzt, würde es niemals eine entsprechend große Halle geben", sagte die 39-Jährige in dem gemeinsamen Gespräch des Blattes mit dem Paar.
dab/ddp/dpa
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