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26.07.2006
 

Hitze und Zigarettenkippen

Bahnverkehr leidet unter brennenden Böschungen

Die anhaltende Hitze macht der Bahn immer stärker zu schaffen: Wegen brennender Böschungen kam am Abend der Verkehr auf einigen Strecken bei München zeitweise zum Stillstand. Die Bundespolizei warnt Zugreisende davor, Zigarettenkippen aus dem Fenster zu werfen.

München – Nach Angaben einer Bahnsprecherin musste am Abend auf zwei Strecken im Westen von München der Zugverkehr unterbrochen werden. Davon betroffen war auch die ICE-Strecke nach Augsburg. Dann brachte ein liegen gebliebener ICE im Stadtgebiet München den Verkehr am Hauptbahnhof komplett zum Erliegen. Die Brände waren am frühen Abend wohl auf Grund der Hitze und Trockenheit ausgebrochen, konnten aber der Sprecherin zufolge rasch gelöscht werden. Ab 21 Uhr konnten alle Verbindungen wieder in Betrieb gehen.

Nach Angaben der Bundespolizei sind brennend weggeworfene Zigarettenkippen eine Hauptursache der Brände an Bahnstrecken. Leider werde das in den Nahverkehrszügen der Bahn geltende Rauchverbot immer noch missachtet, sagte der Sprecher des Bundespolizeiamtes Hannover, Ralf Göttner. Dabei werde häufig am offenen Zugfenster geraucht und die brennende Kippe schnell nach draußen geworfen, wenn sich der Schaffner nähere. Allein in Niedersachsen habe es seit Anfang Juli fünf Mal an den Gleisen gebrannt. Die Feuer hätten auch zu Streckensperrungen und Zugverspätungen geführt.

reh/AP

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