Hamburg - Acht von zehn getesteten Personen beherrschten die Sprachen weniger gut, als sie selbst von sich gedacht hätten, heißt es in einer Studie der Radbout-Universität in Nimwegen. Von 300 Testpersonen habe fast jeder vierte höchstens Anfängerniveau gezeigt, obwohl diese Gruppe selbst ihre Englisch-, Deutsch- oder Französischkenntnisse als "mittel" oder "fortgeschritten" bezeichnet habe.
"Die Niederländer denken oft, sie hätten wegen ihrer guten Sprachbeherrschung einen naturgegebenen Vorteil in der Geschäftswelt", erklärten die Leiter der Studie, Bert van Onna und Carel Jansen. Zumindest im Jahr 2006 beruhe dies allerdings auf einer "starken Selbstüberschätzung".
In besonderem Maße treffe das auf Menschen in Führungspositionen zu. Bedenklich sei auch, dass die Niederländer ihre eigene Muttersprache heutzutage weniger gut beherrschten als frühere Generationen. Die Forscher hatten die Sprachkenntnisse von Mitarbeitern multinationaler Unternehmen untersucht.
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