Stuttgart - Am 22. August waren die Teilnehmer des "Cannonball-Bike-Run" in Großbritannien gestartet. Über Frankreich, Belgien, Deutschland, die Schweiz und Italien sollte die Strecke zum Ziel in die französische Hauptstadt Paris führen. Doch auf den Straßen und Autobahnen Baden-Württembergs wurden die rasenden Biker von 185 Polizeibeamten ausgebremst.
Direkt vor Ort kassierten die Ordnungshüter nach Polizeiangaben 12.865 Euro an Bußgeldern und Sicherheitsleistungen. Immerhin 75 der ertappten Fahrer hatten gegen Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Überholverbote verstoßen. Die "Roadbooks" der Biker mit der geplanten Fahrstrecke wurden beschlagnahmt.
Deutschland übe auf die Veranstalter illegaler Rennen eine besondere Anziehungskraft aus, weil es an einem durchgängigen Tempolimit fehle, meinte Baden-Württembergs Landespolizeipräsident Erwin Hetger. Er forderte, das Bußgeld für die Teilnahme an solchen Rennen von derzeit 150 Euro deutlich zu erhöhen. Denn die Teilnehmer seien gut situiert und könnten sich ein Startgeld von mehreren tausend Euro leisten.
kp/AFP
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