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29.08.2006
 

Gabun

Geistlicher will übers Wasser laufen - und ertrinkt

Zwanzig Minuten dauert es normalerweise, die Mündung des Flusses Komo in Gabun mit dem Schiff zu überqueren. Ein junger Geistlicher wollte es nun ohne Transportmittel versuchen - und jesusgleich über das Wasser wandeln. Sein Vorhaben endete tragisch.

Libreville - Ein Fotograf, der das wundersame Ereignis bezeugen sollte, sowie einige Gläubige mussten zusehen, wie der Mann schon bald in den Fluten versank. Laut der Regierungszeitung "L'Union" war der aus Kamerun stammende Geistliche einer vermeintlichen Offenbarung gefolgt. Demnach hätte er das raue Gewässer in Gabuns Hauptstadt Libreville unbeschadet durchschreiten können.

In Gabun hat die Pfingstbewegung seit den neunziger Jahren regen Zulauf. Von den 1,3 Millionen Einwohnern des westafrikanischen Landes besuchen rund 120.000 Menschen regelmäßig eine der mehr als 1000 Pfingstkirchen. Die Geistlichen der Pfingstkirchen versprechen ihren Gemeindeangehörigen, dass ihr Glaube ihnen Erfolg im Beruf und in Liebesdingen sowie Gesundheit und Reichtum sicherte. Einige Pfarrer versprechen gar, dass sie Wunder vollbringen und Krankheiten von einer einfachen Grippe bis hin zu der gefährlichen Immunschwächekrankheit Aids heilen könnten.

str/AFP

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