Mit ein bisschen Recherche findet man schnell heraus, dass es sich dabei um einen Musiker handelt, genauer eine Art HipHopper, der zu House-Beats eine ganz eigene Mischung aus Brüllgesang und Rap beisteuert. Kwaito nennt sich das Genre, das in Südafrika sehr populär ist. Und Mandoza, dessen bürgerlicher Name Mduduzi Tshabalala lautet, gibt sich selbst gern den Beinamen "King of Kwaito".
Mandozas Karriere begann in der Gruppe "Chiskop", die er mit drei Jugendfreunden gründete. Später startete er eine Solokarriere, und schon sein zweites Soloalbum, "Nkalakatha", stürmte 2000 die südafrikanischen Charts, räumte mehrfach Platin ab und wurde mit Preisen überschüttet. Nicht nur die traditionell schwarzen Radiosender spielten seine Musik, auch die, die sich vornehmlich an weiße Südafrikaner richten.
Wie HipHop ist Kwaito in den Armenvierteln entstanden, in diesem Fall in den Townships von Johannesburg. Mandoza, geboren 1978, wuchs in einer der härtesten Gegenden der Riesenvorstadt Soweto auf. Mit 16, so heißt es, wanderte er wegen Autodiebstahls für anderthalb Jahre in den berüchtigten Knast Sun City. Dort beschloss er, den Alltag in den Townships und das Ghettoleben voller Gewalt zu seinen Themen zu machen - und zu singen. "Wie willst du das bekommen, was du willst, wenn du nicht aufstehst und es dir holst", ruft er in seinem Lied "Uzoyithola Kkanjani". Mandoza jedenfalls hat es geschafft. In Südafrika gehört er längst zu den hundert einflussreichsten Menschen.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Panorama | Twitter | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH