Münster - Der Glückspilz habe 9,50 Euro für einen Zweiwochen-Schein eingesetzt, sagte der Sprecher der Westdeutschen Lotteriegesellschaft (WestLotto), Elmar Bamfaste, in Münster. Auf die Zusatzlotterien Spiel 77 und Super 6 habe er verzichtet. Er habe die millionenträchtigen Zahlen auf dem Tippschein selbst angekreuzt und nicht auf die Quicktipp-Vorgabe der Lottozentrale zurückgegriffen.
Der Glücksbote von WestLotto stehe seit heute Morgen "Koffer bei Fuß", sagte Bamfaste. Bis zum Vormittag hatte sich der Gewinner jedoch noch nicht gemeldet. Lediglich ein "Trittbrettfahrer" hatte am Morgen für Verwirrung gesorgt. Er hatte sich als Gewinner ausgegeben, konnte jedoch entscheidende Fragen nicht schlüssig beantworten.
Den Volltreffer landete der wahre Lotto-Glückspilz aus Westfalen mit der fünften seiner sechs gespielten Reihen. Mit der Superzahl 4 hatte er die am häufigsten gezogene Superzahl der Jackpot-Geschichte auf seinem Lotto-Zettel. Auch die 48, eine der sechs Richtigen, sei eine der häufiger fallenden Zahlen. Dagegen seien die 28 und die 34 eher seltene Lottozahlen, sagte Bamfaste. Pech hatten bei der Jackpot-Ziehung vom Samstag all diejenigen, die gerne die Geburtstage ihrer Freunde und Verwandten als Glückszahlen ankreuzen.
Zusätzlich zum Gewinner des Jackpots gibt es zehn Gewinner mit einem Sechser. Sie erhielten jeweils 590.000 Euro. Der in elf Ziehungen unangetastete Gewinn war wegen des enormen Ansturms der Lotto-Spieler vor der Samstagsziehung noch einmal um 2 Millionen auf 37 Millionen Euro gewachsen.
Insgesamt hatte der Deutsche Lottoblock am Samstag die Rekordsumme von 143 Millionen Euro umgesetzt. "Es wurde sehr, sehr viel gespielt", sagte Bamfaste. Deshalb habe die Gewinnsumme im Jackpot auch deutlich höher gelegen, als die Lotto-Gesellschaften zuvor vorausgesagt hatten. Sie waren vor der Ausspielung von 35 Millionen Euro im Topf ausgegangen.
Allerdings war das Lotto-Fieber in Deutschland vor zwölf Jahren noch höher: Damals setzten die Deutschen für einen Jackpot von umgerechnet rund 21,6 Millionen Euro, der sich über elf Wochen aufgebaut hatte, sogar 176,6 Millionen Euro ein. Theoretisch spielte jeder zweite Erwachsene in Deutschland Lotto. Die Lotto-Gesellschaften rechnen mit einem Umsatzplus von 50 Prozent.
dab/AP/dpa
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