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07.11.2006
 

Weinpanscherei

Deutschlands Winzer mischen munter

Ob Glyzerin, Zucker, Aroma oder Farbstoff - viele deutsche Winzer mischen ihrem Rebensaft laut einem TV-Bericht etliche unzulässige Stoffe unter. Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer denke schon an ein Reinheitsgebot für Wein.

Mainz - Wie der Südwestrundfunk heute vorab berichtete, wurden in Rheinland-Pfalz bei der Kontrolle von 5.533 Weinen im vergangenen Jahr insgesamt 1.050 Produkte beanstandet. Die häufigsten Verstöße gegen das Weingesetz seien die Beimischung von Glyzerin oder Zucker, der Einsatz von
Aromastoffen, Farbstoffen sowie Wasser gewesen.

Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) will dem Bericht zufolge analog zum Bier ein Reinheitsgebot für Wein
einführen. Für dieses Ziel habe Seehofer inzwischen auch die
Weinbauverbände gewonnen.

Deutsche Winzer dürfen laut der SWR-Reportage wie ihre US-Kollegen in Kürze auch die umstrittenen Eichenholzchips sowie Eichenholzpulver bei der Weinherstellung einsetzen. Mit diesen Mitteln kann bei Rotweinen ein Geschmack erzeugt werden, der normalerweise nur entsteht, wenn der Wein lange Zeit in frischen Eichenholzfässern gelagert wurde. Die Eichenchips
sollen zunächst aber nur bei einfacheren Weinen erlaubt sein.

Die vollständige ARD-Reportage "Die Tricks der Weinmacher" wird am Mittwochabend um 21.45 Uhr im Ersten Programm ausgestrahlt.

kai/AP

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