Stockholm - Das Feuer sei aber sehr schnell gelöscht worden, erklärte der Sprecher weiter. Alle Sicherheitssysteme hätten einwandfrei funktioniert und zu keiner Zeit habe die Gefahr bestanden, dass Radioaktivität entweichen könnte. Der Brand war kurz nach Mitternacht in einem Transformator außerhalb des Reaktors 3 des Kernkraftwerks ausgebrochen. Es gab keine Verletzten.
Die Sicherheitssysteme hätten den 1000-Megawatt-Reaktor automatisch heruntergefahren. "Vom Standpunkt der Nuklearsicherheit gesehen, war dies kein bedeutender Vorfall", sagte der Werkssprecher. Der Transformator befinde sich etwa 70 Meter vom Reaktor entfernt.
Die Sicherheit schwedischer Atomanlagen war nach dem Störfall im AKW Forsmark Ende Juli in die Kritik geraten. Vier der insgesamt zehn schwedischen Kernreaktoren waren aus Sicherheitsgründen bis zu drei Monate abgeschaltet worden.
In Forsmark hatten am 25. Juli nach dem Herunterfahren des Reaktors Forsmark 1 zwei Notstromgeneratoren versagt. Es fehlte Strom für die Steuerelektronik. Erst durch das beherzte Eingreifen eines Angestellten geriet die Situation wieder unter Kontrolle.
Ringhals, rund 60 Kilometer südlich von Göteborg, ist mit seinen vier Reaktoren das größte Kernkraftwerk Skandinaviens. Es produziert 28 Milliarden Kilowattstunden Energie in einem Jahr. Der erste Reaktor wurde 1975 in Betrieb genommen, der letzte 1983. Das Kraftwerk am Kattegat nahe der westschwedischen Stadt Varberg wird gemeinsam von den Energiekonzernen Vattenfall und E.ON betrieben.
han/AP/dpa
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